27 April 2018 | Leserpost

Hamburgs Rolle und überflüssige Studie

Betr.: „Kniefall der Stadt Hamburg“ (AZ, 11. April 2018) und „Studie: Mehrheit befürwortet Reparationszahlung“ (AZ, 13. April 2018)

Auf unsere Politiker aller Coleur, inklusive Kultursenatoren, Land- und Stadträte, egal wie sie sich alle nennen, ist zu 100% Verlass, nämlich dass sich alle entschuldigen, sobald irgendjemand Deutschland beschuldigt, ein Unrecht begangen zu haben. In diesem Fall auf dem Herero- und Nama-Kongress in Hamburg.

Welche Rolle spielte Hamburg eigentlich im Kolonialkrieg 1904-1908? Nachlesen kann man das sehr gut in einem Artikel von Anke Schwarzer, 8. Juli 2015, Hamburger Zeitung. Ein kurzer Ausriss hierzu: „Hamburg war damals der Hauptsitz der Woermann-Linie für Deutsch-Südwestafrika (Namibia), und die einzige Verbindung damals.“ Also war es nur logisch, dass die Schutztruppe aus ganz Deutschland stammende Soldaten per Schiff nach DSWA gebracht hat. Das ist alles, was Hamburg in diesem Fall betrifft bzw. wie die Stadt beteiligt war.

Zur oben erwähnten Studie: Wenn man sich die Bevölkerungsverteilung in Namibia anschaut, verwundert es nicht, dass die Mehrheit für Reparationen stimmt. Dazu brauchte man keine Studie durchführen, wenn man sich nachfolgende Bevölkerungszahlen anschaut: Ovambo ca. 50%, Kavango 9,3%, Damara und Herero je 7,5%, Nama 4,8%, Mischlinge 4,1%, Caprivier 3,7%, Baster 2,5%, danach Tswana, San und „Andere“. Unter 120000 bis 135000 Weißen sind ca. 15000 bis 20000 Deutsch-Namibier bzw. in Namibia lebende Deutsche, diese entspricht weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung. Was sollte mit diesem Artikel eigentlich erreicht werden? Dieser Artikel ermuntert doch nur das „Genozid-Komitee“ der Herero dazu, mit seinen Forderungen weiterzumachen und Hass gegen Deutsche zu schüren.

Es wäre jetzt an der Zeit, dass besonnene Leute hier eingreifen und Einhalt gebieten, bevor das ganze eskaliert. Schaut man sich dazu die Umfrage der AZ hierzu von Freitag an, erhält man logischerweise das genaue Gegenteil, weil hieran meistens nur Deutschsprachige teilnehmen.

Ingo Loeb, Windhoek

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