12 November 2020 | Glosse

Halsabschneider und Konsorten vor der Wahl

Das müsst Ihr dem Generalissimus a. D., Martin Shalli, zugestehen. Der hat sich nach wüstem Faux Pas öffentlich entschuldigt. Seine explizit mehrssprachige Aufforderung vor dem Wählervolk des Fünf-Rand-Squatter-Camps in Okahandja, politischen Überläufern, die der Partei, die sich für die Größte aller Zeiten hält, den Rücken gekehrt ham, die Gurgel durchzuschneiden und also vom Erdboden zu entfernen, sei nich wörtlich gemeint. Ein Weg Schaden zu begrenzen. Die verbale Gewalt is ´ne feine Saat, die sommer leicht in den Köppen aufgeht, um zum Akt des Verbrechens zu greifen. Im Lande heroischer Heldendenkmäler und konstanter Mädchen-, Frauen- und Kinderschändung liegt ein solcher Schritt nabei.

Shalli hat nach seinem Fauxpas im Fernsehen der Enn-Bie-ßie kleine Brötchen gebacken. Die namentlich genannten Opfer des Halsabschneiders, Ulenga und Shixwameni, haben das zur Kenntnis genommen. Aber die Gefahr is noch nich gebannt. Die Mordandrohung, mit der er seiner Partei im Wahlkampf dienen wollte, findet die Generalsekretärin selbiger Partei, Meme Sophia Shaningwa, nochall orrait. Abgesehen davon, dass die Drohung nich buchstäblich gemeint sei, gibt sie folgende Meinung über die Tageszeitung Namibian Sun bekannt: „We as a party agreed with what he said.“ Overgezet synde: Wir als Paretei stimmen mit dem überein, was er gesagt hat. Stell Dir nur einmal vor, was im Internet und auf der politischen Bühne abgegangen wäre, hätte ein Bleichgesicht die Aufforderung gestellt, Überläufern, die aus einer Oppositionspartei zur SWA-Volksorganisation wechseln, den Hals abzuschneiden! An dieser Stelle steht sogleich die Frage, was eigentlich aus den Plakatträgern vor ca zehn Jahren geworden is, die bei einem Reparationsmarsch in der Indeppedenz-Äwwenjuh die schriftliche Aufforderung trugen: „Kill the Whites“, wie per Pressefoto dokumentiert.

Dann ham wir noch ´nen zweiten Generalissimus, bzw Konteradmiral a. D., bzw. Verteidigungsoministeli Omushamane Peter Vilho, der sich bei seinem Karibiber Manöver im Wahljahr die Redefreiheit genommen hat, die Bleichgesichter der Geschäftswelt aufs Korn zu nehmen. Sie wären Ausbeuter und Sklaventreiber wie auf römischen Latifundien. Heute nur so weit zu Wahlkämpfern der Partei, die mit dem Kolonialkürzel, die sich derzeit altgedienter Generalissimi bedient, um Stimmen zu fangen.

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