19 Juni 2019 | Afrika

Ägypten wirft Vereinten Nationen Politisierung von Mursis Tod vor

Kairo (dpa) - Ägypten hat dem Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen vorgeworfen, den Tod des früheren Präsidenten Mohammed Mursi für politische Zwecke zu nutzen. Die Forderung aus Genf nach einer unabhängigen Untersuchung der Todesumstände sei ein "Versuch, eine natürliche Todesursache absichtlich zu politisieren", sagte der ägyptische Außenamtssprecher Ahmed Hafes am Mittwoch. Das UN-Büro in Genf ziehe "voreilige Schlüsse", die nicht auf Beweisen zur Gesundheit Mursis vor seinem Tod beruhten.

Der 67 Jahre alte Mursi war am Montag während einer Gerichtsverhandlung plötzlich ohnmächtig geworden und kurz danach gestorben. Er war 2012 als erster frei gewählter Präsident des Landes an die Macht gekommen und nach Massenprotesten im Juli 2013 vom Militär gestürzt worden. Seitdem saß er im Gefängnis. Mursi gehörte den islamistischen Muslimbrüdern an, die heute in Ägypten verboten sind.

Laut einem Bericht des britischen "Independent" lag Mursi in einem Käfig im Gerichtssaal mehr als 20 Minuten zusammengesackt am Boden, ehe Ärzte ihn abtransportierten. Statt ihm zu helfen, hätten Wächter erst die Familienangehörigen aus dem Saal gebracht, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Augenzeugen. Die Hilferufe anderer Gefangener innerhalb der Zelle im Saal seien lange ignoriert worden.

Mursis Familie zufolge litt der ehemalige Spitzenpolitiker an Diabetes und war während seiner sechs Jahre in Haft bereits zweimal ohnmächtig geworden. Sie werfen den ägyptischen Behörden vor, ihn nicht angemessen medizinisch versorgt zu haben.

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