08 September 2021 | Politik

Grundsatzabkommen angefochten

Windhoek (bw) - Nach einem öffentlichen Dialog am Montag von einigen Herero- und Nama-Vertretern mit einigen Oppositionsparteien über das Genozid-Abkommen zwischen Deutschland und Namibia (AZ berichtete) haben sich zwei weitere Gruppen dazu geäußert.

Am Dienstagmorgen forderte die Ovaherero-Stammesbehörde in Erwartung der Vorlegung des Grundsatz-Abkommens im Parlament, dies nicht zu ratifizieren, da es nicht den Erwartungen der Nachfahren der Opfer von 1904 bis 1908 entspricht. Die von der Stammesbehörde und der Vereinigung der Nama-Stammesführer unterzeichnete Erklärung fordert neue Verhandlungen mit Berlin und die direkte Beteiligung der Herero- und Nama-Sprachgruppen. „Das Abkommen entspricht nicht der Resolution unserer Nationalversammlung vom Oktober 2006“, hiess es in der Mitteilung.

Bereits am Montag hatten vier Herero-Königshäuser (Kambazembi, Maharero, Mureti und Zeraeua) gemeinsam mit dem „Nama Genocide 1904-08 Development Trust“ auf einer Pressekonferenz im Unabhängigkeitsmuseum ihre Unzufriedenheit ausgedrückt. Ihre Vertreter machten Teil der seitens der Regierung handverlesenen Gruppe, die als Teil des technischen Gremiums von Namibia, dem inzwischen verstorbenen Sondergesandten Dr. Zed Ngavirue gedient hatten. Sie sind ferner Mitglieder des Chief-Forums, das die Regierung mit ausgesuchten Nama- und Herero-Stammesführern bestückt hatte.

Laut Chief Manasse Zeraeua fühlen sich diese handverlesenen Führer nun „verraten“ (betrayed). „Unser Vertrauen wurde missbraucht, unsere Regierung muss das sofort korrigieren“, sagte Zeraeua. Er führte neun Empfehlungen auf, die sich fast wortgetreu mit den Forderungen anderer Nama- und Hererogruppen decken.

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