31 Juli 2020 | Natur & Umwelt

Grundsatz für die Umweltbildung

Namibia will unter Einwohnern Verständnis und Respekt vor Umwelt schaffen

Mit maßgeblicher Hilfe seitens Deutschlands und deutscher Hilfswerke schafft Namibia eine amtliche Richtlinie sowie ein Netzwerk für die Umweltbildung. Die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen Namibias soll vorangetrieben und fester Bestandteil des nationalen Denkens werden, so der Umweltminister.

Von Frank Steffen

Windhoek

Der Minister für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus, Pohamba Shifeta, verabschiedete gestern amtlich den Nationalen Grundsatz für Umweltbildung und die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (Policy for ED & ESD). Die Richtlinien entstanden durch die fortgesetzte Unterstützung aus Deutschland über die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS), wobei sich letztere auch auf Unterstützung aus Finnland verlassen durfte. Chargé d'Affaires der Deutschen Botschaft, Ellen Gölz, verwies mit Stolz auf die anhaltende diesbezügliche Zusammenarbeit zwischen Namibia und Deutschland.

Dr. Armstrong Alexis vertrat indessen das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), welches als Teil der Förderung der Ziele für die nachhaltige Entwicklung, ebenfalls seit Jahren diese Entwicklungen in Namibia, maßgeblich im Bildungsbereich, unterstützt.

Diesmal ging es im Grunde um das Namibische Netzwerk für die Umweltbildung (Namibia Environmental Education Network, NEEN). „Die Umwelt und die nachhaltige Entwicklung sind hierzulande unzertrennlich miteinander verbunden“, erklärte der Umweltminister. Namibias größte Herausforderungen seien der Klimaschutz, Landdegradation, Erosion, das unkontrollierte Abforsten sowie der Verbrauch der natürlichen Ressourcen. Wasserversorgung, Zerstörung des natürlichen Habitats sowie Vermüllen und Verschmutzung seien weitere Bedrohungen.

Genau darum sei die Bildung so wichtig, damit die Nachhaltigkeit in Namibia gefördert werden könne, so Shifeta. Dem pflichtete Dr. Clemens von Doderer von der HSS bei, zumal die Stiftung in der Vergangenheit immer wieder entsprechende Bildungsprojekte und Initiativen über Institute wie die „Desert Research Foundation of Namibia“ (DRFN) geschaltet hatte. Von Doderer erwähnte diesbezüglich auch Bildungsprojekte in den ländlichen Gebieten (auch für Erwachsene) und lobte den Einsatz der NaDEET, die sich als Treuhandgesellschaft für die Umweltbildung der jüngeren Generationen einsetzt.

Er kam somit auf ein weiteres Projekt zu sprechen, das auch von der HSS gefördert wird: Die Förderung der nachhaltigen Forstwirtschaft in den Kavango- und Sambesi-Regionen Namibias. Das Projekt befasse sich mit der Schaffung eines Verständnisses unter den Umweltorganisationen sowie den Entscheidungsträgern des Landes und der Kommunalführung für die nachhaltige Nutzung der Forstressourcen in Namibia. Der Dialog unter allen betroffenen Interessenträgern werde anvisiert. Das sah Umweltminister Shifeta genauso: „Wir müssen eine umweltfreundliche und -gebildete Gesellschaft schaffen. Diese Richtlinie soll eine Änderung in unserer Einstellung zur Nutzung der Umwelt herbeiführen.“ Der Hauptfokus sei dabei auf die Jugend gerichtet.

Gleiche Nachricht

 

ReconAfrica muss vors Obergericht

vor 11 stunden | Natur & Umwelt

Frank Steffen, WindhoekLetzte Woche wurde erstmals ein formeller Rechtsschritt gegen das kanadische Öl- und Gas-Explorationsunternehmen Reconnaissance Energy Africa (ReconAfrica) eingeleitet. Der Firma wird bislang weitgehend...

Vier Wüstenlöwen erfolgreich umgesiedelt

vor 11 stunden | Natur & Umwelt

Swakopmund/Windhoek (er) - Die übrigen drei sogenannten Huab-Wüstenlöwen wurden jetzt erfolgreich in das Naturschutzgebiet N/a'an ku sê bei Windhoek gebracht. „Nach einigen herausfordernden Tagen wurde...

WHO gibt grünes Licht

vor 11 stunden | Natur & Umwelt

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Windhoek Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Freitag das grünes Licht gegeben, dass der von Sinopharm entwickelte Impfstoff weltweit angewandt werden kann. In...

Südafrika verbietet private Löwenzucht

vor 3 tagen - 07 Mai 2021 | Natur & Umwelt

Südafrika sagt der umstrittenen Löwen-Zuchtindustrie im Land den Kampf an. Nachdem Umweltministerin Barbara Creecy entsprechende Empfehlungen für einen Stopp des millionenschweren Geschäfts mit der Zucht...

Kugelfisch spült bei Tolla se Gat an Land

vor 5 tagen - 05 Mai 2021 | Natur & Umwelt

Swakopmund/Kapstadt (er) - Ein seltener Anblick: Ein Kugelfisch ist am vergangenen Sonntag am Strand nahe Tolla se Gat nördlich von Henties Bay an Land gespült....

Ugab-Löwe nun bei N/a'an ku sê

1 woche her - 03 Mai 2021 | Natur & Umwelt

Swakopmund/Brandberg (er) • Es hat im Ugab-Rivier mehrere Zwischenfälle mit einem männlichen Wüstenlöwe gegeben“, darunter auch ein angeblicher Angriff auf Menschen beim Divorce-Pass (AZ berichtete)....

Die Jagdsaison ist eröffnet

1 woche her - 03 Mai 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/cr) – Laut dem Umweltministerium (MEFT) hat die Jagdsaison für Wild und Wildvögel am 1. Mai begonnen und wird am 31. August 2021 enden....

Elefant „Apollo“ bei N/a’an ku sê wohlauf

1 woche her - 29 April 2021 | Natur & Umwelt

Mehr als ein Jahr nach der Umsiedlung des Swakopmunder Elefanten, der nun als Apollo bekannt ist, hat sich der Dickhäuter bei dem Zannier-Naturschutzgebiet bei N/a’an...

Blauwal wahrscheinlich von einem Schiff verletzt

1 woche her - 29 April 2021 | Natur & Umwelt

Swakopmund/Walvis Bay (er) • Der tote auf dem Meer bei Walvis Bay treibende Wal ist nördlich von der Stadt an Land gespült – es handelt...

Wüstenlöwen aus der Luft gezählt

1 woche her - 28 April 2021 | Natur & Umwelt

Swakopmund/Windhoek (er) - Vier abgemagerte Wüstenlöwen in dem Hegegebiet Tora in der Kunene-Region befinden sich in einem schlechten Zustand und es wird dringend ein Eingriff...