24 Februar 2012 | Politik

Großer Protest aus Kaoko und Omusati

Windhoek - Heute geht ihr Schreiben an den UN-Menschenrechts-Kommissar in Genf und an die Menschenrechtskommission der Afrikanischen Union (AU). "Die namibische Regierung möchte uns unser Recht auf Zugehörigkeit zu Namibia sowie unsere Landrechte verweigern", erklären die Ovazemba, deren Protestschreiben von 22 traditionellen Führern unterschrieben ist. 26 Ovahimba-Führer werfen der Regierung in einem zweiten Schreiben vor, dass sie den Gerichtsentscheid vom 13. Dezember 2001 bis dato immer noch nicht beachte, wonach das Obergericht 33 Chefs der Ovahimba den Häuptlingsstatus zugesprochen hat, derweil lediglich drei traditionelle Chefs des Kaoko-Territoriums der Region Kunene anerkannt sind.

"Zu unserer großen Bestürzung hat die namibische Regierung unser herkömmliches Herrschaftssystem dadurch zerstört, indem sie die Anerkennung unserer 33 legalen traditionellen Führer vorenthält", beschweren sich die Ovahimba. "Unser Volk und wir (die Unterzeichneten) erheben nachdrücklich Einspruch gegen die rücksichtslose Einmischung durch die Regierung von Namibia, die unseren Leuten die Macht nimmt, ihre eigene Führung und das eigene Schicksal zu bestimmen."

Die Menschenrechtsorganisation NamRights hat gestern durch ihren Direktor, Phil ya Nangoloh, die zwei Petitionen auf Anerkennung der Ovahimba und Ovazemba bekannt gegeben sowie ein drittes Protestschreiben von zwölf Ovahimba-Führern aus dem flussnahen Raum am Kunene weitergereicht, worin betroffene Ovahimba, Ovatwa, Ovatjimba und Ovazemba gegen einen geplanten Staudamm (Okakawe-Damm in den Baynes-Bergen) protestieren. Sie wollten sich auch gegen Entschädigung nicht umsiedeln lassen. "Wenn die Regierung den Damm dennoch bauen will, muss sie uns töten", heißt es in der Erklärung mit zwölf Unterschriften, darunter der bekannte Chef Hikuminae Kapika von Epupa und Omuhonga. Diese Bittsteller wollen den Präsidenten von Namibia, den Minister für Bergbau und Energie und den Ombudsmann "auf unserem eigenen Boden sprechen". Die Regierungsvertreter sollen ohne Polizei und Militärbegleitung kommen, verlangen Kapikas Großleute, und berufen sich - wie auch in den anderen Petitionen - auf die UN-Deklaration von September 2007 über die Rechte Indigener Völker (UNDRIP: United Nations Declaration on the Rights of Indigenous Peoples). Nach Artikel 10 der Deklaration ist es verboten, die angestammte Bevölkerung gewaltsam von ihrem Land zu entfernen und auf anderen Territorien anzusiedeln.

Die Ovahimba und Ovazemba hatten zwischen dem 26. Dezember 2011 und dem 20. Februar 2012 die Unterstützung einer in den Menschenrechten versierten Kraft, Rebecca Sommer, die sich mit den Chefs und ihren Großleuten beschäftigt hat, um ihnen die UN-Deklaration zu erklären, an der Namibia zuletzt auch durch seinen damaligen Botschafter Dr. Kaire Mbuende mitgewirkt hat.

Namibia hat die UN-Erklärung unterzeichnet, deren Werdegang 25 Jahre gedauert hat, die jedoch bisher nicht einklagbar, also "nur" eine Empfehlung ist.

Gleiche Nachricht

 

Opposition bedauert Verlauf der Nachwahl

vor 4 tagen - 24 Januar 2020 | Politik

Windhoek (cev) - Die Popular Democratic Movement (PDM) bedankt sich bei allen Wählern, die bei den Nachwahlen am 15. Januar ihre Stimme abgegeben haben. Gleichzeitig...

Botschafter stellt klar

vor 4 tagen - 24 Januar 2020 | Politik

Windhoek (ste) • Herbert Beck ist seit dem 7. November 2019 als Botschafter Deutschlands in Namibia tätig und hat unlängst dem namibischen Präsidenten Hage Geingob...

Jooste fordert Leistung

vor 5 tagen - 23 Januar 2020 | Politik

Von Frank Steffen Der namibische Minister für Staatsbetriebe (MPE), Leon Jooste, hat unlängst die Bestimmungen des neuen Gesetzes für Staatsbetriebe (Gesetz 1 von 2019) per...

Regionalrat: Angolo legt Eid ab

vor 5 tagen - 23 Januar 2020 | Politik

Windhoek (Nampa/cev) – Samuel Angolo wurde am Montag im Khomas-Regionalrat als neues Mitglied vereidigt, nachdem er Mitte vergangener Woche die Nachwahl im Wahlkreis Khomasdal gewonnen...

SWAPO verliert zwei Wahlkreise

1 woche her - 17 Januar 2020 | Politik

Von Erwin Leuschner/Nampa, SwakopmundEs ist ein überraschendes Ergebnis: In gleich zwei Wahlkreisen hat die führende SWAPO-Partei verloren – und dabei hatte Altpräsident Sam Nujoma kürzlich...

Bei Nachwahlen geringe Beteiligung erwartet

1 woche her - 16 Januar 2020 | Politik

Windhoek (NMH/cev) – Bei den Nachwahlen in den Wahlkreisen Walvis Bay, Keetmanshoop, Gobabis und Khomasdal zeichnete sich gestern eine enttäuschende Wahlbeteiligung ab. Einige Wahllokale wie...

SWAPO steht vor Bewährungsprobe

1 woche her - 15 Januar 2020 | Politik

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Walvis BayErneut herrscht in Walvis Bay, Keetmanshoop, Gobabis und Khomasdal Wahlstimmung, denn heute finden dort Nachwahlen statt. Grund: Die zuvor gewählten Politiker...

Großbritannien verspricht Hilfe

vor 2 wochen - 10 Januar 2020 | Politik

Windhoek (Nampa/ste) • Großbritannien hat den Ländern der Staatengemeinschaft im südlichen Afrika (SADC) acht Millionen Pfund zugesagt, wodurch der direkte Handel verbessert und die bilateralen...

Nachwahlen am 15. Januar

vor 2 wochen - 09 Januar 2020 | Politik

Windhoek (ste/Nampa) - Laut einer Erklärung des Chefs der namibischen Wahlkommission, Theo Mujoro, ist die Kommission dabei letzte Vorbereitungen für die Nachwahlen der Wahlkreise Gobabis,...

Vier Parlamentsabgeordnete werden vereidigt

vor 3 wochen - 07 Januar 2020 | Politik

Windhoek (ste/NMH) - Vier neue Parlamentsabgeordnete wurden gestern vereidigt. Dazu gehören der frühere Informationsminister Joel Kaapanda, die Geschäftsfrau und Aufsichtsratsvorsitzende des Fleischbetriebs Meatco, Martha Tilahun-Namundjebo,...