20 September 2016 | Natur & Umwelt

Große Geheimniskrämerei um ein Schiff

Wale, Delfine, Pinguine, Robben und andere Seetiere lebend nach China liefern

Von Dirk Heinrich, Windhoek/Walvis Bay

Jegliche AZ-Nachfragen über Herkunft, Umregistrierung und Fanggenehmigung beim Ministerium für Öffentliche Arbeiten und Transport sowie beim Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen blieben bislang unbeantwortet. Ein Tuch des Schweigens hüllt sich um den 45 Meter langen Trawler „Ryazanovka“ und das Unternehmen „Welwitchia Aquatic and Wildlife Scientific Research“.

Nach zahlreichen E-Mails und SMS an unzählige Personen wie Minister, Vizeminister, Staatssekretäre und Pressesprecher gab nach wiederholter Nachfrage der Pressesprecher des Ministeriums für Fischerei und Meeresressourcen, De Wet Siluka, zu, dass „ein Antrag, lebende Robben zu exportieren, beim Fischereiministerium eingegangen ist“. Der Antrag müsse jedoch das übliche behördliche Prozedere durchlaufen und sei deshalb dem Fischerei-Managementkomitee zur Überprüfung vorgelegt worden; anschließend würden dem Minister Empfehlungen unterbreitet. „Der Minister wird letztlich entscheiden, ob der Antrag gutgeheißen oder abgelehnt wird“, teilte Siluka mit.

Die „Ryazanovka“ lag seit Mai im Hafen von Lüderitzbucht, an Bord sollen sich eine russische Mannschaft sowie ein Chinese befunden haben. Der Ursprungshafen des ziemlich „heruntergekommenden“ Schiffes sei Kamtschatka gewesen und es sollen unbestätigten Quellen zufolge mehrere Versuche unternommen worden sein, das Schiff in Namibia zu registrieren. Ob dies letztendlich gelungen ist und warum das Schiff nach Walvis Bay gebracht wurde, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Angeblich hat das Unternehmen Welwitchia Aquatic and Wildlife Scientific Research das Schiff für 500000 US-Dollar gekauft. Der Kaufpreis soll dem Wert entsprechen, wenn das Schiff verschrottet werden würde. Es konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, wer der Eigentümer ist, aber es wird vermutet, dass es sich um einen Chinesen mit namibischer Staatsbürgerschaft handelt.

Unbestätigten Berichten zufolge werde auf ein „experimentelles Recht“ gewartet, um die verschiedensten Meeressäuger und -vögel zu fangen und diese nach China auszuführen. Vor Monaten sind derartige Anfragen bereits im Fischereiministerium zirkuliert. In Namibia sind Meeressäuger und Seevögel gesetzlich geschützt. Einige der Arten, die auf der Liste des geheimnisumwitterten Unternehmens stehen, sind weltweit auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere zu finden.

Gleiche Nachricht

 

„Namibia ist kein Müllplatz“

vor 4 stunden | Natur & Umwelt

Windhoek/ Wlotzkasbaken (ste) - Ein verärgerter Einwohner von Wlotzkasbaken, Gert Heussen, schickte als „besorgter Caostodian“ einige Fotos an die AZ und drückte seinen Ärger aus...

LAC kämpft für Wildtierschutz

vor 1 tag - 14 Dezember 2017 | Natur & Umwelt

Von Nina Cerezo, WindhoekDas Zentrum für Rechtsbeistand (LAC) unterstützt gemeinsam mit dem Missionsleiter der US-Botschaft, Peter Lord, den Kampf gegen Wilderei mit Sachspenden im Gesamtwert...

Muscheln nicht essbar

vor 1 tag - 13 Dezember 2017 | Natur & Umwelt

Windhoek/Walvis Bay (ste) – Das Fischereiministerium warnt in einer Pressemetteilung die Öffentlichkeit vor dem Verzehr von Muscheln, die aus dem als Aquakulturgebiet Nr.1 bekannten Meeresteil...

LAC engagiert sich für Anti-Wilderei

vor 1 tag - 13 Dezember 2017 | Natur & Umwelt

Windhoek (nic) – Das Zentrum für Rechtsbeistand (LAC) unterstützt gemeinsam mit dem Missionsleiter der US-Botschaft Peter Lord den Kampf gegen Wilderei mit Sachspenden im Gesamtwert...

Umweltjournal publiziert

vor 2 tagen - 13 Dezember 2017 | Natur & Umwelt

Windhoek (ste) - Die renommierte namibische Umweltkammer NCE hat die erste Veröffentlichung des „Namibian Journal of Environment“ (JNE) angekündigt. Laut einer Mitteilung des NCE-Leiters Dr....

„Namibia ist kein Müllplatz“

vor 2 tagen - 12 Dezember 2017 | Natur & Umwelt

Windhoek/ Wlotzkasbaken (ste) – Ein verärgerter Einwohner von Wlotzkasbaken, Gert Heussen, schickte als „besorgter Caostodian“ einige Fotos an die AZ und drückte seinen Ärger aus...

Studie bündelt Kritik an MET

1 woche her - 05 Dezember 2017 | Natur & Umwelt

Von Marc Springer, WindhoekIn einem vor kurzem veröffentlichten Bericht seines ständigen Ausschusses für Habitat-Fragen weist der Nationalrat unter Berufung auf öffentliche Anhörungen in einigen nördlichen...

Walskelett kommt ins Museum

1 woche her - 05 Dezember 2017 | Natur & Umwelt

Windhoek/Swakopmund (Nampa/nic) – Mit dem Skelett des kürzlich in Swakopmund gestrandeten Wals hat Namibia weltweit ein Einzelstück. So ist es der erste vollständige Knochenbau der...

Spende soll Mensch-Tier-Konflikt entschärfen

1 woche her - 05 Dezember 2017 | Natur & Umwelt

Der namibische Tour- und Safari-Verband TASA will das das Programm für den Mensch-Tierkonflikt (HWC) unterstützen. Das teilte die Organisation vergangene Woche mit. Dazu erhält die...

Studie untersucht Reizthema

1 woche her - 04 Dezember 2017 | Natur & Umwelt

Von Marc Springer, WindhoekDer Abschlussbericht basiert auf öffentlichen Anhörungen in den Regionen Sambesi, Oshikoto, Oshana, Ohangwena, Omusati, Kunene, Kavango und Erongo, wo Konflikte zwischen ländlichen...