29 September 2017 | Energie

Grüne Energie raus ins Land

Projekt will Schulen und Kleinbetrieben erneuerbare Lösungen bieten

Namibia will bis zum Jahr 2030 rund 70 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen. Angesichts dieses Ziels wollen die Hanns-Seidel-Stiftung Schulen und Kleinunternehmern in ländlichen Regionen die Nutzung von Sonne und Windkraft näherbringen.

Von Clemens von Alten, Windhoek

„Es handelt sich um eine überaus wichtige Initiative“, sagte gestern der Leiter des ministeriellen Direktorats für Energie, John Titus, in Windhoek. Anlass war der offizielle Start eines Projektes zur Förderung von erneuerbaren Energien in Namibia, das in erster Linie von der Hanns Seidel Foundation (HSF) und der Stiftung für Wüstenforschung in Namibia (DRFN) initiiert wurde.

Das Projekt ist vorerst für den Zeitraum bis 2019 angesetzt, soll aber je nach Bedarf und Erfolg „hoffentlich“ verlängert bzw. ausgeweitet werden, wie der HSF-Büroleiter Dr. Clemens von Doderer sagte. „Die Zielgruppe sind vorwiegend Schulen und Kleinunternehmer in ländlichen Regionen“, erklärte Projektleiter Rodney Seibeb. Die Absicht sei es, vor dem Hintergrund des Klimawandels die wirksame Anwendung erneuerbarer Energie zu fördern. „Zunächst wird eine Basisstudie durchgeführt, mit der wir Schulen identifizieren werden, die keinen Zugang zu Elektrizität haben, und im kleinen Gewerbe die Möglichkeiten für erneuerbare Energien ermitteln“, so Seibeb. „Anschließend werden wir uns auf die jeweils geeignete Technik festlegen und diesen Schulen eine netzunabhängige, nachhaltige Elektrizitätsversorgung ermöglichen.“

Unterstützt werde die Initiative auch von NBII (Namibia Business Innovation Institute), NEI (Namibia Energy Institute) und NAYoRE (Namibian Youth of Renewable Energy) sowie dem National Youth Council. Weitere Partner seien willkommen. „Beispielsweise könnte ein Finanzdienstleister bei der Finanzierung von erneuerbaren Energielösungen für kleine Unternehmen helfen“, so von Doderer. Bei Schulen spiele die Projektleitung mit dem Gedanken, die Technik zu spenden. „Das wäre bei kleinen Unternehmen allerdings der falsche Ansatz“, so Seibeb. Existenzgründern soll vor allem mit Seminaren und Informationsbroschüren geholfen werden.

Ein entscheidender Partner ist die im Bildungsministerium dem Nationalmuseum unterstehende Organisation EduVentures. „Die Initiative wurde 2003 gestartet und zielt darauf, sozialbenachteiligten Jugendlichen landesweit mit lehrreichen Ausflügen u.a. Natur, Umwelt und Forschung zu vermitteln“, erklärte gestern die EduVentures-Pädagogin Sophia Nuuyuni. Dabei kommt das sogenannte Ombombo Mobile Classroom zum Einsatz – ein zum Klassenraum umfunktionierter Lastwagen, der mit Tischen, Stühlen und sogar einer digitalen, interaktiven Tafel ausgestattet ist. „In den kommenden drei Jahren wollen wir insgesamt 19 Schulen für rund jeweils fünf Tage besuchen“, so die EduVentures-Mitarbeiterin, der zufolge ein spezieller Lehrplan aufgestellt wurde, der Kindern eine Einführung in erneuerbare Energien biete. „Sowie vor wie nach der Schulung prüfen wir das Wissen der Schüler, um zu ermitteln, wie viel sie gelernt haben“, erklärte Nuuyuni. Erste Resultate seien äußerst vielversprechend.

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