25 März 2020 | Gesundheit

Greiters-Kritik „übertrieben“

Verleumdungsklagen drohen – Verdacht auf Lebensmittelvergiftung

Der Inhaber des Greiters-Konferenzzentrums bei Brakwater hat Kritik über die Zustände der Zwangsisolierung von heimkehrenden Namibiern zurückgewiesen. Die Beschwerden seien „übertrieben und völlig unwahr“. Bei zwei Namibiern gibt es nun den Verdacht einer Lebensmittelvergiftung.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund/Windhoek

In einem von der Anwaltskanzlei Williams Legal Practitioners veröffentlichen Erklärung weist der namentlich nicht genannte Inhaber des Greiters-Konferenzzentrums bei Windhoek sämtliche Vorwürfe von sich. Dort befinden sich seit Samstag 35 aus dem Ausland ausgeflogene Namibier in Zwangsquarantäne. An diesem Donnerstag sollen weitere eingereiste Namibier angesichts der COVID-19-Pandemie dort untergebracht werden.

„Die Mitarbeiter des Greiters-Konferenz- und Rehabilitationszentrums arbeiteten unermüdlich rund um die Uhr, den Rückkehrern eine angemessene Unterkunft zu bieten und haben alles getan, ein sauberes und gastfreundliches Umfeld zu schaffen – und dies kostenlos“, heißt es in der Erklärung. Und: „Die Beschwerden einiger Rückkehrer und bestimmter Pressevertreter in den sozialen und anderen Medien sind angesichts der Krise, in der wir uns befinden, übertrieben, unglücklich und völlig falsch.“

Diese „unbegründeten Anschuldigungen“ würden den Ruf des Inhabers beschädigen und einen „falschen Eindruck“ erwecken, der nicht der Realität entspreche und „frei von jeglicher Wahrheit“ sei. Der Eigentümer des Zentrums habe vielmehr seine „soziale Verantwortung“ erfüllt, was als „Akt des Patriotismus“ während der aktuellen Krise zu betrachten sei. Die Anwaltskanzlei werde daher im Auftrag des Mandanten Klagen gegen Pressevertreter und andere Personen erheben, die ohne Beweise den Ruf ihres Mandanten geschädigt hätten.

Der Inhaber des Konferenzzentrums sei vom Gesundheitsministerium beauftragt worden, ab dem 20. März „ungefähr 200 aus dem Ausland angereiste Namibier“ dort unterzubringen, um eine Verbreitung des COVID-19-Virus unter der Bevölkerung zu verhindern.

Die Aussagen in der Erklärung stehen allerdings im starken Kontrast zu dem, was Namibier, die sich dort in Quarantäne befinden, erfahren. Im AZ-Gespräch beschrieben mehrere Personen die Zustände als unhygienisch – mehrere befürchten, dass sie sich nicht nur mit anderen Krankheiten infizieren könnten, sondern sich das COVID-19-Virus rasant verbreiten würde. „Zwei Personen von unserer Gruppe wurden am Montagabend in die Robert-Mugabe-Klinik eingeliefert. Es gibt einen Verdacht auf Lebensmittelvergiftung“, sagte eine Namibierin gestern der AZ. Indes teilte das Gesundheitsministerium schriftlich mit, dass „es von Familienangehörigen erwartet“ werde, ab dem 24. März die isolierten Namibier mit Nahrung zu versorgen.

Indes befindet sich unter den 35 Namibiern die Advokatin Irene Visser, die an Brustkrebs leidet und in dieser Woche Chemotherapie benötige. Im Gespräch mit der AZ-Schwesterzeitung Republikein sagte sie, dass sie einen Eilantrag am Obergericht einreichen und ihre frühzeitige Entlassung aus der Quarantäne erwirken wolle.

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