22 November 2019 | Leserpost

Grausamste Quälerei

Betr.: Zwei mutmaßliche Wilderer bei Usakos verhaftet (AZ 12.11.2019)

Wilderei, vor allem mit Drahtschlingen, ist ein ansteigendes Problem, insbesondere dort, wo sich Holzkohleproduzenten etablieren. Es ist bekannt, dass viele der Holzkohlearbeiter aus dem nördlichen Bereich Namibias rekrutiert werden oder sogar aus Angola kommen. Der erste Arbeitsschritt dieser Leute ist nicht das Kappen von Bäumen, sondern die Untersuchung, wo und an welchem Grenzdraht man Drahtschlingen einbauen kann. Den betreffenden Holzkohleproduzenten ist das vollkommen gleichgültig. Man ist nur an der produzierten Holzkohle interessiert.

In der Vergangenheit war Wilderei mit Drahtschlingen auf unserer Farm nicht das größte Problem. Jetzt rücken zwei Holzkohleproduzenten an unsere Grenze vor und das Ergebnis von ca. zehn Tagen Kontrolle an unseren Grenzdrähten:

Farm A: 15 Drahtschlingen auf eine Distanz von ca. 2 Kilometern, ein Bergzebra in einer Drahtschlinge hat den Draht abgerissen und wir sehen drei Bergzebras mit Resten von Drahtschlingen um den Hals auf unseren Wildkameras. Ausserdem fanden wir drei Schlachtplätze von Oryxantilopen.

Farm B: Zehn Drahtschlingen auf ca. 1 Kilometer, drei Schlachtplätze von Oryxantilopen, ein Schlachtplatz mit Fell und Horn von Oryx, ein Schlachtplatz eines Bergzebras.

Dies ist nun ein „byproduct” der Holzkohleproduktion. Klar, Drahtschlingen haben eine lange Tradition, aber man sollte sich doch vor Augen führen, was da eigentlich passiert:

Kommt z.B. eine Oryx in eine Drahtschlinge, kann das Tage dauern bis sie sich selbst stranguliert. Eine schlimmere Tierquälerei ist kaum vorstellbar. Hat die Oryx auch noch ein Kalb dabei, ist dieses Kalb ebenfalls zum Tode verurteilt. Und im schlimmsten Fall kommt es durchaus vor, dass die gefangene Oryx vom Leoparden oder einer Hyäne bei lebendigem Leib an- und aufgefressen wird. Eine grausame Vorstellung!!



Wir haben eine Anzahl Fotos von solchen und ähnlichen Situationen und wir werden Fotos mit entsprechenden Erklärungen an Endverbraucher z.B. in Europa weiterleiten.

Rolf Wagner, Outjo

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