16 September 2021 | Leserpost

Grabschändung: Das neue Normal?

Fast ein jeder von uns ist sicher schon einmal mit dem Tod eines nahen Angehörigen konfrontiert worden. Sei es der Großvater, die Mutter oder auch das eigene Kind. Selbst wenn wir mit dem Ableben eines Angehörigen rechnen mussten, so ist es doch nie „der richtige Zeitpunkt“ gewesen.

Üblicherweise bestatten wir unsere Toten auf einem Friedhof, einem geistlichen Ort, der letzten Ruhestätte für den Verstorbenen und ein Bereich, wo wir ungestört unserer Verstorbenen gedenken können und auch gedenken wollen. Seit vielen Jahren liegen auf dem Windhoeker Zentralfriedhof eben der Großvater sowie weitere Familienangehörige.

An den runtergekommenen Anblick dieses Friedhofes haben wir uns seit Jahren gewöhnen müssen. Defekte und herausgerissene Wasserleitungen, eingebrochene Gräber und im Verfall begriffene Grabumfassungen seien hier nur als Beispiele genannt. Auch den Vandalismus auf diesem Friedhof haben wir seit einigen Jahren immer wieder wortlos zur Kenntnis genommen. Wie leider auch die Untätigkeit der verantwortlichen Stellen, die offensichtlich nicht in der Lage oder willens sind, Abhilfe zu schaffen, um weitere Straftaten dieser Art zu unterbinden.

Doch damit nicht genug. Anfänglich sind lediglich die frischen Blumen von den Gräbern unserer Familie verschwunden, doch auch die Grablichter haben wir irgendwann nicht mehr erneuert. Neuerdings scheint Grabschändung und Entweihung neue Formen anzunehmen. Steinfiguren werden abgeschlagen und die Grabinschriften, welche unter anderem aus Messing bestehen, werden mit brutaler Gewalt herausgebrochen und verschwinden, wie alles andere aus früheren Jahren, im nirgendwo.

Aus früheren Jahren: Wir erinnern uns an einen Artikel in der AZ, seinerzeit geschrieben von Frau Barbara Voigts. Thema: „Vandalismus auf dem Friedhof“. Der Artikel erschien vor gut zehn (!) Jahren und hat wohl WAS bewirkt……? Trotz, dass dieses Thema offensichtlich schon lange Zeit bekannt ist, so möchte doch unsere Familie die Störung der Totenruhe und den damit verbundenen Grabraub nicht länger hinnehmen.

Leider fragen wir an diesem Punkt, ob unsere christliche Gesellschaft in diesem Lande auf dem Weg ist, dass wir nicht nur unser Eigentum hinter Mauern und Elektrozaun vor Kriminellen schützen müssen, sondern demnächst auch unsere Verstorbenen.

Andreas Aufgebauer

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