25 März 2019 | Wirtschaft

Gewerkschaft erzwingt Einigung im Tarifstreit bei Husab-Mine

Vereinbahrung sieht Gehaltserhöhung von sieben Prozent für Angestellte vor – Gefahrenbereiche wieder sicher

Swakopmund (er) • Das Bergbauunternehmen Swakop Uranium und die Minenarbeitergewerkschaft MUN haben sich am vergangenen Mittwoch auf eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent für die Arbeiter der Uranmine Husab geeinigt und schriftlich festgehalten. Damit sind die knapp zwei Jahre andauernden Verhandlungen abgeschlossen, teilte die Presseagentur Nampa mit.

Die Arbeiter hatten im Jahr 2017 eine Petition an das Management der Firma überreicht und darin ihren Unmut über eine angeblich „vage Gehaltsstruktur“ zum Ausdruck gebracht. Damals hatten die Arbeiter moniert, dass es große Unterschiede bei den Gehältern gebe, obwohl die Angestellten die gleiche Arbeit verrichten würden.

Die Vereinbarung sieht außerdem eine Erhöhung des Wohnungszuschusses von 500 N$ auf 2500 N$ vor. Ferner werde die Firma ihren Monatsbeitrag bei der Krankenkasse erhöhen. So werde das Unternehmen künftig 70 Prozent der Krankenversicherungskosten übernehmen.

„Bei der Mine muss noch viel getan werden, aber wir sind zufrieden“, sagte Timo Katjiuaende, Vorsitzender der örtlichen MUN-Niederlassung, bei der Unterzeichnung. Er zeigte sich ebenfalls wohlwollend, dass ein Konsens in anderen Bereichen, zum Beispiel bei der Schichtzulage und den Urlaubstagen, erreicht worden sei.

Für einige Swakop-Uranium-Arbeiter beinhaltet das Abkommen außerdem eine Finanzspritze: Personen, die seit fünf Jahren dort tätig sind, können sich auf eine einmalige Zahlung von 4000 N$ freuen, derweil Arbeiter, die seit zehn Jahren im Dienst sind, 8000 N$ erhalten.

Indes hat das Management von Swakop Uranium versprochen, strengere Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Mitarbeiter bei der Mine zu gewährleisten. Der Minenbetrieb war vor wenigen Wochen gestoppt worden, nachdem Arbeiter Bedenken über eine angebliche Fahrlässigkeit beim beauftragten Sprengunternehmen Beifang Mining Services festgestellt hatten (AZ berichtete).

In einer am Freitag veröffentlichten Presseerklärung teilte die Gewerkschaft mit, dass sich Swakop Uranium und MUN auch in diesem Zusammenhang geeinigt hätten. Swakop Uranium habe einen unabhängigen Experten engagiert, der gewisse Gefahrbereiche untersucht habe. „Nach Abschluss der Kontrolle wurden diese Bereiche als sicher bezeichnet“, heißt es.

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