05 September 2019 | Lokales

Genozid-Museum in Swakop

Aktivist Laidlaw Peringanda will Genozid-Aufnahmen ausstellen

Der Swakopmunder Aktivist und Anführer der Gruppe „Nachkommen der Überlebenden des 1904-1908 Genozids“, Laidlaw Peringanda, darf im Woermannhaus einen Raum mieten und dort ein Genozid-Museum einrichten. Das hat der Stadtrat jetzt entschieden.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund

Mit diesem Beschluss ist der Stadtrat Peringanda zumindest ein Stück weit entgegengekommen, denn Peringanda wollte eigentlich ein Grundstück in Kramersdorf für diesen Zweck erwerben – dies wurde allerdings abgelehnt.

Laut der Beschlussvorlage der jüngsten Ratssitzung hat Peringanda im April dieses Jahres einen entsprechenden Antrag auf ein Museum eingereicht. Er habe die Firma Swakopmund Genocide Museum CC gegründet und im Namen jener ein Grundstück nahe des bestehenden Friedhofs an der südlichen Stadtgrenze beantragt.

„Laut Peringanda möchte er im Museum Genozid-Aufnahmen und afrikanische Artefakte ausstellen und eine Genozid-Forschungsbibliothek einrichten“, heißt es in der Beschlussvorlage. Er wolle einen Profit aus dem Museum generieren und diese Gelder nutzen, um die Kriegsgräber beim bestehenden Friedhof (von 1904 bis 1908) zu restaurieren, die seit mehr als 115 Jahren vernachlässigt würden.

Ferner heißt es, dass der Stadtrat über kein geeignetes Grundstück für diesen Zweck im Stadtteil Kramersdorf verfüge, weshalb jener die Alternative vorgeschlagen habe, dass Peringanda einen Raum im Woermannhaus mieten dürfe. Der Stadtrat habe bereits einen Raum dafür identifiziert und die Monatsmiete mit 1131,83 N$ festgelegt. „Die Lage ist zentral und es stehen dann keine aufwändigen Kosten an, ein Museum zu errichten“, heißt es dazu.

Allerdings handele es sich dabei nur um eine kurzfristige Lösung. Denn nahe dem Martin-Luther-Museum am östlichen Ortseingang soll in absehbarer Zukunft ein einzigartiges 3D-Museum errichtet werden. „Das Genozid-Museum kann nach der Fertigstellung in das 3D-Museum integriert werden“, heißt es weiter.

Laidlaw Peringanda macht schon seit Jahren in den Medien Schlagzeilen. Er setzt sich besonders für den Abriss des Marinedenkmals ein, dass ihm zufolge „zurück nach Deutschland“ geschifft werden sollte. Diese Initiative bezeichnet er als „Operation back 2 Germany“ (AZ berichtete).

Im vergangenen Jahr hatte er eine weitere Forderung parat und jeweils 100 000 Häuser und zusätzlich 500 000 Grundstücke in Swakopmund, Windhoek, Omaruru, Keetmanshoop, Okahandja, Karibib, Lüderitzbucht und Windhoek-Brakwater gefordert. Diese Maßnahme begründete er damit, dass in den genannten Gegenden Konzentrationslager für nama- und hererosprachige Personen gebaut worden seien und die Nachkommen darum einen Anspruch auf diesen Grund und Boden hätten.

Gleiche Nachricht

 

Genozid-Museum in Swakop

vor 1 tag - 05 September 2019 | Lokales

Von Erwin LeuschnerSwakopmund Mit diesem Beschluss ist der Stadtrat Peringanda zumindest ein Stück weit entgegengekommen, denn Peringanda wollte eigentlich ein Grundstück in Kramersdorf für diesen...

Bauhöhe stößt auf Widerstand

vor 1 tag - 05 September 2019 | Lokales

Swakopmund (er) – Erneut stand diese Woche die Höhe des Entwurfs des geplanten Hochhauses auf dem Grundstück des ehemaligen Swakopmunder Hallenbades (Erf 4747) in der...

Zeitungen an Windhoeker Bürger verteilt

vor 1 tag - 05 September 2019 | Lokales

Anlässlich des Welt-Pressetages, der gestern begangen wurde, hat das Medienunternehmen Namibia Media Holdings (NMH) an verschiedene Institutionen kostenlos Zeitungen verteilt. Mehrere Mitarbeiter der Allgemeinen Zeitung...

Gras-Spende wegen Dürre

vor 2 tagen - 04 September 2019 | Lokales

Ondangwa (NAMPA/thl) • Die Sinco Fishing Company spendet 700 Grasballen an von der Dürre betroffene Farmer in den Regionen Oshana und Omusati. Elia Irimari, die...

Entwicklung an der Mole nun ohne neuen Leuchtturm

vor 3 tagen - 03 September 2019 | Lokales

So wird die neue Entwicklung bei der Swakopmunder Mole aussehen - aber nur, wenn der Entwurf vom Ästhetik-Komitee und Denkmalrat genehmigt wird. Das Gebäude soll...

Zweiter Leuchtturm endgültig vom Tisch

vor 3 tagen - 03 September 2019 | Lokales

Von Erwin LeuschnerSwakopmundDer geplante Neubau auf dem Grundstück des ehemaligen Hallenbades in Swakopmund soll trotz einer Höhe von 30 Metern das Blinklicht des alten Leuchtturms...

Neuer Entwurf vorgestellt

vor 4 tagen - 02 September 2019 | Lokales

Swakopmund (er) • Wird Swakopmund einen zweiten Leuchtturm bekommen? Diese Frage wird heute gelüftet, wenn ein erneuter Entwurf der Entwicklung auf dem Grundstück des ehemaligen...

Oldtimer-Ausstellung lockt tausende Besucher zum Old-Wheelers-Club

vor 4 tagen - 02 September 2019 | Lokales

Der Old Wheelers Club in Windhoek hat am Samstag zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder einen Tag der offenen Tür veranstaltet und dabei auch...

Strukturplan für Swakopmund

1 woche her - 28 August 2019 | Lokales

Von Erwin LeuschnerSwakopmund Der neue Strukturplan der Stadt Swakopmund soll nicht nur die Richtung der weiteren städtischen Entwicklung angeben, sondern soll nach Fertigstellung als Gesetz...

Suzi van de Reep verstorben

1 woche her - 28 August 2019 | Lokales

Windhoek/Huab (ste) - Die unter Gästebetrieben und Umweltschützern bekannte Suzi van de Reep ist verstorben. „Mit großer Trauer verkünden wir den Tod unserer Matriarchin, Mitinhaberin...