01 Dezember 2020 | Polizei & Gericht

Gemeinsamer Ansatz gewünscht

Vor gesellschaftlichen Folgen gewarnt - Gewalt findet kein Ende

Die EU-Botschafterin in Namibia, Sinikka Antila, warnt am Wochenende davor, dass die Folgen von geschlechtsspezifischer Gewalt nicht nur die Beteiligten, sondern die Gesellschaft insgesamt beeinflussen. Unterdessen verzeichnet die Polizei erneut zahlreiche Vergewaltigungsfälle.

Von Steffi Balzar, Windhoek

Die Folgen sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt (SGBV), die sowohl körperliche und geistige Gesundheit als auch sozioökonomischen Bereichen beeinträchtigen, erfordern ein gründliches Verständnis, um die Richtlinien der Regierung entsprechend zu lenken. So die Aussage von der EU-Botschafterin in Namibia, Sinikka Antila im Rahmen eines öffentlichen Dialogs bezüglich der Rolle von Dienstleistern im Hinblick auf die Sicherheit von Frauen und Kindern, der am Samstag in Windhoek stattfand.

Ihr zufolge betreffen die Folgen nicht nur die Individuen, sondern die gesamten Gesellschaft. „Die psychischen Schäden und Narben, die die Überlebenden oft ein Leben lang tragen, hindern sie daran, ihr Leben voll zu leben und somit einen kreativen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft und Gesellschaft zu leisten“, sagte Antila. Sie erklärte ferner, dass die Vermeidung von Gewalt gegen Frauen einen gemeindebasierten, mehrgleisigen Ansatz mit dem Engagement mehrerer Interessengruppen erfordert.

Die namibische Polizei verzeichnete unterdessen am Mittwoch die Entführung und Vergewaltigung einer 23-jährigen Frau in Mondesa in Swakopmund. „Das Opfer soll sich nach der Arbeit auf dem Nachhauseweg befunden und einen Verdächtigen um eine Mitfahrgelegenheit gebeten haben“, so der Bericht. Der mutmaßliche Täter soll die Frau stattdessen zur Mülldeponie gebracht und sie dort missbraucht haben. Der Verdächtige wurde noch nicht verhaftet.

Unterdessen ereignete sich am Freitag in Mariental die Vergewaltigung einer 22-Jährigen Frau. Der 35-jährige Verdächtige soll das betrunkene Opfer in seiner Wohnung missbraucht haben. Bisher gab es keine Verhaftungen in diesem Zusammenhang. Ebenfalls am Freitag soll sich in Ondangwa die Vergewaltigung eines 15-Jährigen Schulmädchens zugetragen haben. „Ein 27-Jähriger Mann soll den Schulmädchen aufgelauert und vorgegeben haben, Fisch für ein Personalmitglied der Schule bei sich zu haben“, so der Bericht. Er soll das Opfer in sein Haus gezogen und es dort genötigt haben. Der mutmaßliche Täter befindet sich in Polizeigewahrsam.

Zudem meldete die Polizei laut Bericht am Samstag eine Vergewaltigung in Onayena, in der Oshikoto-Region. „Ein 35-Jähriger soll das Zimmer einer Zehnjährigen betreten und das Mädchen genötigt haben“, so die Polizei. Das Mädchen soll den Vorfall ihrer Tante erzählt haben, die sich daraufhin an die Polizei wandte. Der mutmaßliche Täter befindet sich in Haft. Am Samstag verzeichneten die Behörden einen Vorfall in Outjo, bei dem ein 18-Jähriger Mann eine 12-Jährige vergewaltigt haben sollen. „Das Opfer soll im Haus des Verdächtigen Eisblöcke gekauft haben“, so der Bericht. Als das Mädchen das Haus verließ, soll der mutmaßliche Täter sie um Hilfe gebeten habe. Der Mann soll das Opfer daraufhin entkleidet und genötigt haben. Er wurde verhaftet.

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