20 August 2019 | Politik

Geingob warnt vor Polarisierung

Windhoek (ms) • Präsident Hage Geingob hat namibische Stammesführer ermahnt, Dispute innerhalb ihrer jeweiligen Gemeinschaft im gegenseitigen Einvernehmen zu lösen.

Wie er gestern zur Eröffnung des diesjährigen Treffens des Rates traditioneller Stammesführer betonte, sei es „besorgniserregend“, dass es in jüngster Vergangenheit zu einer Lagerbildung zwischen einander verfeindeten Fraktionen innerhalb einiger Gemeinschaften gekommen sei. Diese Polarisierung sei zuletzt in diversen Disputen um die Nachfolge verstorbener Häuptlinge deutlich geworden und habe zu einigen gerichtlichen Auseinandersetzungen geführt.

Darüber hinaus sei die Regierung mit einer Flut an Anträgen auf Anerkennung neuer Stammesbehörden und –führer konfrontiert. Derlei Anliegen seien nicht nur „finanziell untragbar“, sondern könnten auch zu „ethnischen Konflikten“ und einer Spaltung von Volksgruppen führen. „Wir können nicht zulassen, dass einzelne Personen oder Gemeinschaften auf Grundlage persönlicher Ambitionen und Präferenzen eigenständige Stammesbehörden gründen wollen, nachdem sie zuvor in anderen Gemeinschaften friedlich zusammengelebt und dieselbe Kultur geteilt haben“, sagte Geingob und ergänzte: „Wir sollten uns alle gemeinsam der Völkerverständigung und wirtschaftlichen Entwicklung widmen und uns gegen jegliche Bestrebungen wenden, innerhalb einzelner Gemeinschaften Dissens und Zwietracht zu sähen.“

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