05 Mai 2020 | Lokales

Geingob garantiert Pressefreiheit

Pandemie setzt private Medien zusätzlich unter Wirtschaftsdruck

Windhoek (AZ) – Am Sonntag wurde in aller Welt der Tag der Pressefreiheit begangen – so auch in Namibia. Gleichzeitig wurde das 29-jährige Bestehen der sogenannten Windhoeker Deklaration gefeiert, die weltweit die Pressefreiheit garantieren soll. „Weder die Redakteure noch die anwesenden Journalisten werden damals gewusst haben, von welch großer, historischer Bedeutung dieses Treffen in der namibischen Hauptstadt 1991 war”, erklärte das namibische Redakteursforum (EFN) dazu schriftlich.

Auch Präsident Hage Geingob äußerte sich zu dem Anlass und nutzte die Gelegenheit, um der Presse für ihre Arbeit während der Covid-19-Pandemie zu danken: „Auch Journalisten und Reporter gehören zu den systemrelevanten Diensten an der Front“, so das Staatsoberhaupt. „Sie verdienen unsere Anerkennung, denn sie ihr gefährden ihr Leben, um wichtige Informationen zu verbreiten.“ Er betonte vor diesem Hintergrund die Bedeutung der vor 29 Jahren in Windhoek unterzeichneten Deklaration und betonte abermals, dass Pressefreiheit während seiner Amtszeit garantiert werde.

Das Thema wurde am Sonntag auch ausgiebig im Khomas-Regionalratssaal diskutiert. Geladen waren unter anderem Informationsminister Peya Mushelenga, Gwen Lister vom Namibia Media Trust, der Medienombudsmann John Nakuta und der EFN-Vorsitzende Frank Steffen. Guy Berger, UNSECO-Direktor für Meinungsfreiheit und Medienentwicklung, war per Skype zugeschaltet. Er gratulierte Namibia zum Ranking der Organisation „Reporter ohne Grenzen“: Das Land ist in der Rangliste weiterhin führend in Afrika und weltweit auf dem 23. Platz, was Pressefreiheit betrifft.

Steffen bemängelte, dass staatliche Medien bei Aufträgen und Anzeigen der Regierung den Vortritt genießen. Der EFN-Vorsitzende verlangt, dass alle Medienhäuser – ob privat oder öffentlich-rechtlich – gleich behandelt werden, zumal sich angesichts der Pandemie auch eine schwere Wirtschaftskrise ankündigt habe. „Wenn es keine privaten Medien mehr gibt, dann brauchen wir auch keine Pressefreiheit mehr, denn dann leben wir in einem autoritären Staat”, ergänzte Lister vom Namibia Media Trust, die auch jahrelang Chefredakteurin der Tageszeitung „The Namibian“ war.

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