24 Dezember 2008 | Wirtschaft

Gasvorkommen im Block 1711

Windhoek - Nachdem das namibische Bergbau- und Energieministerium Ende März 2006 einen Vertrag mit Sintezneftegaz Namibia zur Exploration von Öl und Gas in dem genannten Gebiet unterzeichnet hat, hätten sich im Juli dieses Jahres die Vermutungen auf ein Gasvorkommen bestätigt. Dies erfuhr die AZ aus vertraulicher Quelle. Das Vorkommen soll bis zu zehnmal größer sein als das von Kudugas vor der Südküste Namibias. Auch die relativ geringe Entfernung zur Küste spreche für die Rentabilität einer Förderung. Öl indes habe man im Block 1711 nicht nachweisen können, hieß es. Das geförderte Gas kann entweder verkauft oder zum Betrieb eines Energiekraftwerks genutzt werden. Die gleichen Optionen werden für das Kudugas-Projekt diskutiert, dass durch den kürzlichen Wiedereinstieg des südafrikanischen Stromversorgers Eskom erneuten Auftrieb bekommen hat (AZ berichtete).

Der Explorationsvertrag mit Sintezneftegaz Namibia beinhaltet ein Investitionsvolumen in Höhe von 500 Millionen Namibia-Dollar und sicherte die Explorationsrechte bis zum Jahr 2010. Ein Teil des Vertrages schließt auch die Förderung des fossilen Rohstoffs ein. Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung zeigte sich Sintezneftegaz-Mitgründer und -Miteigentümer Leonid Lebedev "zuversichtlich", dass man im Block 1711 Öl oder Gas finde. Es sei zudem das erste Mal, dass das private, 1990 gegründete Unternehmen mit Sitz in Moskau außerhalb Russlands aktiv werde. Die Mehrheitsanteile an Sintezneftegaz Namibia hält das gleichnamige russische Unternehmen, weitere Teilhaber sind PetroSA (Südafrika, 10%), Energulf (Kanada, 10%), die namibische Mineralölgesellschaft Namcor (Namibia, 7%) und ein namibisches BEE-Unternehmen (3%).

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