25 März 2019 | Sport

Freudentaumel nach Pleite

Last-Minute-Treffer von Guinea-Bissau rettet Brave Warriors

Im „Jetzt-oder-nie-Spiel“ um die Afrika-Cup-Qualifikation in Sambia mussten die Brave Warriors eine deutliche 1:4-Niederlage einstecken. Dass die Namibier nach Abpfiff dennoch bis in die Nacht feierten, haben sie Guinea-Bissau zu verdanken, die im dramatischen Parallelspiel in letzter Minute Schützenhilfe leisteten.

Von Joël Grandke, Windhoek/Lusaka

Es ist vollbracht: Zum dritten Mal in ihrer Geschichte ziehen die Brave Warriors in die Endrunde des Afrika-Cups in Ägypten ein. Der Fußball-Abend am Samstag glich einer Achterbahnfahrt. Die komfortable Ausgangsposition vor dem entscheidenden Spiel beim Gruppenletzten Sambia - mit einem Unentschieden hätte Namibia das Weiterkommen aus eigener Kraft erreicht - löste sich schon nach kurzer Zeit auf. Parallel spielte der Tabellenführer Guinea-Bissau zuhause gegen den Dritten Mosambik. Über das Schicksal Namibias sollte am Ende auf dem dortigen Platz entschieden werden.

Brave-Warriors-Coach Ricardo Mannetti kündigte vor dem Spiel in Sambia an, dass sich seine Mannschaft auf die eigene Kraft verlassen und nach vorne spielen wollte. Einen mutigen Auftritt legte seine Truppe durchaus hin, doch der Matchplan des Trainers ging an diesem Abend nicht auf. In der Anfangsphase spielte sich sein Team einige Chancen heraus. In der 12. Minute gelangten die Gastgeber aber durch einen sehenswerten Distanztreffer von Augustine Mulenga auf die Siegerstraße. Die Brave Warriors hatten Pech, als Deon Hotto mit seinem Pfostenschuss nach einem schnellen Konter in der 20. Minute die direkte Antwort verpasste.

Nach dem Seitenwechsel legte Sambia nach. Nach einem Eckball war es Donashano Malamo, der das Leder aus dem Gewühl heraus in die Maschen drückte (53. Minute). In der Folge kam Unruhe auf dem Platz auf. Der mögliche Anschlusstreffer vom namibischen Stürmer Shalulile wurde aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgenommen - eine knappe Entscheidung, die Mannetti und Co. anders sahen. Sambia zeigte daraufhin wieder seine brutale Effizienz an diesem Abend. Nach einem Freistoß auf von der linken Seite schraubte sich Mulenga hoch und köpfte gekonnt zum Doppelpack ein. Shalulile erzielte in der 90. Minute den Ehrentreffer für die Brave Warriors, die nach einem Konter Sambias allerdings noch den 1:4-Endstand hinnehmen mussten. Lazarus Kambole war der Torschütze.

Dramatisch ging es zeitgleich beim Spiel in Guinea-Bissau zu. Bis kurz vor Schluss stand es hier 1:1 unentschieden. Mosambik brauchte nur ein Tor, um in der Gruppe noch an Namibia vorbeizuziehen. Dieser Treffer fiel tatsächlich, als Nelson den Ball in der 89. Minute aus dem Gewühl heraus ins Tor drückte. Zu diesem Zeitpunkt war Namibia ausgeschieden. Das Drama ging allerdings weiter - und bescherte den Brave Warriors doch noch den Einzug in die Endrunde des Afrika-Cups. Ein langer Freistoß von Guinea-Bissau wurde zunächst an den Innenpfosten verlängert, woraufhin der Ball die Linie entlang trudelte. Frederic Mendy schaltete am Schnellsten und schob in der 95. Minute zum umjubelten 2:2-Ausgleich ein. Als die Meldung dieses Treffers das Stadion im sambischen Lusaka erreichte, brachen bei den Namibiern alle Dämme. Trotz der klaren Niederlage feierten sie den dritten Endrunden-Einzug nach 1998 und 2008.

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