16 September 2021 | Leserpost

Für „Querdenker“ ist das klar – „Fake News“

Betr.: Leserbrief - Via Gehirnwäsche zur Impfung gezwungen (2.9)

Würde Frau Höpfner in Deutschland leben, wäre sie ganz sicher bei den „Querdenkern“ vorne mit dabei. Wenn sie, wie einer der Gründer der Bewegung, schwer an COVID-19 erkrankt wäre, würde sie sicher auch wie dieser immer noch glauben, dass die Impfung nichts bringe und „alternative Behandlungsmethoden“ die erste Wahl seien, auch wenn sie den Krankheitsverlauf nicht positiv beeinflussen. Lieber tot als etwas akzeptieren, das nicht in das eigene Weltbild passt und damit „Fake News“ ist.

Insofern wird in solche Fakten ignorierende Glaubenswelten nie eindringen, dass bei nur etwas über 60 Prozent vollständig Geimpften in Deutschland (für eine Herdenimmunität bei der DELTA-Variante werden ca. 90 Prozent der impfbaren Bevölkerung benötigt) die Hospitalisierungsrate eindeutig für das Impfen spricht. Trotz aller Impfdurchbrüche, die es bei allen Impfungen gibt (es gibt keinen 100 Prozent Schutz), sind 90 Prozent der COVID-Fälle auf den Intensivstationen nicht geimpfte Patienten.

Mit anderen Worten - die Impfung schützt sehr gut gegen einen schweren Verlauf. Inzwischen ist gesichert, dass auch die Zeit in der ein vollständig geimpfter, Erkrankter kürzer infektiös ist. Darüber gibt es erste Anzeichen dafür, dass selbst die hohe Viruslast bei diesen Patienten nicht zu so vielen Ansteckungen führt, wie bei Ungeimpften. Die Impfung würde damit dazu beitragen, die Weiterverbreitung zu verringern, und damit auch dem Fremdschutz dienen. Auch die Tatsache, dass der Grund dafür, dass zumindest in Europa die Grippewelle 2020/2021 schlichtweg ausgefallen ist, in der Regel ABSTAND + HYGIENE + MASKE zu suchen ist, ist für „Querdenker“ natürlich „Fake News“.

Zur Evakuierung von Menschen aus Afghanistan - richtig ist, dass Abstand natürlich kein Thema war, aber Masken wurden getragen. Hier in Deutschland werden die Asylsuchenden getestet und, sofern sie es wollen, geimpft. Warum es in so kurzer Zeit Impfstoffe gegen schwere Erkrankung mit COVID-19 gab, ist einfach zu beantworten und allgemein bekannt: erstens brauchte man nicht bei null anfangen; zweitens GELD, nein sehr viel GELD weltweit in die Entwicklung gesteckt; drittens die erforderlichen Tests mit viel Geld gefördert und deshalb in einem viel größerem Umfang in kurzer Zeit durchführbar (Impfstoffentwicklungen und vor Allem deren Zulassungstests dauern üblicherweise so lange, weil das Geld einfach fehlt). Für „Querdenker“ ist das klar – „Fake News“.

Uwe Dien

Schülldorf

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