30 August 2011 | Kommentar

Für das goldene Handwerk

Bildungsminister Dr. Abraham Iyambo hat das Angebot von deutscher Seite, der Berufsbildung in Namibia gezielt voranzuhelfen, deutlich begrüßt, als er gestern mit dem deutschen Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dirk Niebel, zusammentraf. Es besteht ein breiter Konsens zwischen beiden Seiten, dass die Berufsbildung einen wesentlichen Beitrag liefern kann, die Arbeitslosigkeit zurückzudrängen. Aus Deutschland stammt der Spruch vom "Handwerk mit goldenem Boden".
Es hat schon mehrere Bemühungen mit partnerschaftlicher Unterstützung gegeben, die Handwerksberufe in Namibia zu fördern. Die Berufsschule in Khomasdal ist mit deutscher Unterstützung bereits vor der Unabhängigkeit entstanden, als SWAPO noch jegliche Unterstützung für Namibia abgelehnt und im Prinzip bekämpft hat, wenn sie nicht von der damaligen Befreiungsbewegung bewilligt war. Weitsichtige Bildungsplaner ließen sich jedoch nicht von politischen Drohgebärden abschrecken.
Heute gibt es keine politischen Schranken mehr und partnerschaftliche Unterstützung kann sich frei entfalten. Dabei sollte sich die Handwerksausbildung am besten an den wenigen bewährten Modellen orientieren wie die Minenschule von Arandis, deren Kräfte überzeugend gezeigt haben, dass eine Handwerksausbildung auch in Namibia durchaus auf goldenen Boden führt.

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