23 November 2016 | Gesundheit

Fortschritte und viel Arbeit

Bericht fertig: In Namibia wird die globale Aids-Situation bilanziert

Von Stefan Fischer und dpa, Windhoek/Genf

Weltweit hätten inzwischen 18,2 Millionen Menschen mit HIV Zugang zu antiretroviralen Therapien, die den Erreger eindämmen, teilte das Anti-Aids-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) am Montag in Windhoek mit. Das seien rund drei Millionen Menschen mehr als vor zwei Jahren.

UNAIDS-Exekutivdirektor Michel Sidibé stellte am Montag und damit kurz vor dem Welt-Aids-Tag (1. Dezember) den Jahresbericht seiner Organisation vor, in dem von weltweit 36,7 Millionen Menschen mit dem Virus die Rede ist (2015). Dies seien etwa so viele wie im Jahr zuvor, allerdings würden mehr Menschen denn je mit lebensverlängernden Medikamenten behandelt.

„Die Möglichkeiten zur Verhinderung und zur Behandlung von HIV waren niemals größer als heute“, betonte Sidibé im Vorwort des Berichtes. Dieser wurde deshalb offiziell in Windhoek vorgestellt, um auf die besondere Aids-Problematik in Afrika südlich der Sahara aufmerksam zu machen. Wie bei der HIV-Bekämpfung die jeweiligen Lebensumstände berücksichtigt werden können, ist ein Schwerpunkt des diesjährigen UNAIDS-Reports.

Wenn alle bisherigen Anstrengungen fortgesetzt werden, könnte laut Sidibé das Ziel erreicht werden, bis 2020 rund 30 Millionen Infizierten eine geeignete Therapie zu ermöglichen. „Jetzt muss gewährleistet werden, dass die Welt auf der Überholspur bleibt, damit die Aids-Epidemie bis 2030 inNamibia, in Afrika und der ganzen Welt beendet werden kann“, erklärte Präsident Hage Geingob.

Die Immunschwächekrankheit stellt für Namibia eine der größten sozioökonomischen Herausforderungen dar, wobei schon Erfolge verzeichnet wurden: Ende 2014 wurde die HIV-Infektionsrate in diesem Land mit 16,9 Prozent angegeben, womit die sinkende Tendenz von 2012 (18,2%) und 2010 (18,8%) fortgesetzt wurde. Vor zehn Jahren hatte die Ansteckungsrate 19,9% und im Jahr 2002 noch 22% betragen.

Namibias Gesundheitsminister Bernard Haufiku erwähnte bei dem Anlass am Montag, dass in diesem Land rund 150000 Menschen mit antiretroviralen Therapien behandelt würden. Außerdem seien 95 Prozent der Babys, die von Müttern mit HI-Virus zur Welt gebracht werden, selbst HIV-frei. „Wir verpflichten uns, 35 Prozent des HIV-Budgets für Präventionsprogramme auszugeben“, wird Haufiku von der Nachrichtenagentur Nampa zitiert.

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