13 März 2019 | Verkehr & Transport

Fortschritt trotz Verzögerungen

Minister Mutorwa mit Qualität neuen, asphaltierten Küstenstraßen beeindruckt

Zwar hat sich der Ausbau der Küstenstraßen MR44 zwischen Swakopmund und Walvis Bay (hinter den Dünen) sowie C34 zwischen Swakopmund und Henties Bay verzögert, doch der zuständige Minister ist von dem Projekt sehr beeindruckt. Beide Straßen sind zu gut 60 Prozent fertiggestellt.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund/Henties Bay

Über den Fortschritt der Bauarbeiten und vor allem der Qualität der asphaltierten Küstenstraßen MR44 und C34 zeigte sich Minister für öffentliche Arbeiten und Transport John Mutorwa gestern sehr beeindruckt. Zusammen mit Interessenträgern hat er gestern persönlich die Baustellen besichtigt – gut eine Woche nachdem er sich von den Straßenentwicklungen in und um Windhoek ein Bild gemacht hatte (AZ berichtete).

„Wir stehen in Namibia vor einer besonderen Herausforderung“, sagte der Politiker im Rahmen des Besuches. „Es gibt gigantische Distanzen zwischen den Ortschaften und diese mit Straßen zu verbinden erfordert einen gewaltigen Finanzaufwand – doch es muss gemacht werden.“ Dabei teilte der Minister mit, dass bereits rund eine halbe Milliarde Namibia-Dollar in den Ausbau der beiden Küstenstraßen gesteckt worden sei.

Zunächst erkundigte sich Mutorwa über den Fortschritt der asphaltierten C34-Küstenstraße zwischen Swakopmund und Henties Bay. „Es hat einige Verzögerungen gegeben, doch der Ausbau der Strecke zwischen diesen beiden Küstenorten wird noch in diesem Jahr abgeschlossen“, sagte Conrad Lutombi, Geschäftsführer der Straßenbaubehörde (Roads Authority, RA). Der Ausbau eines weiteren Streckenabschnittes, der eine umfangreiche Renovierung der Brücke über das Omaruru-Rivier umfasse, soll im kommenden Jahr fertig sein.

„Das stellt die erste Phase dieser Entwicklung dar“, erklärte Lutombi weiter. Der zweite Bauabschnitt konzentriere sich auf die Asphaltierung der Straße zwischen Henties Bay und Uis beziehungsweise Khorixas. „Eigentlich sollten wir damit schon begonnen haben, was aber aufgrund finanzieller Engpässe noch nicht möglich war“, so der Geschäftsführer. Die dritte Phase würde dann die Asphaltierung der übrigen Strecke zwischen Khorixas und Kamanjab beinhalten – insgesamt 403 Kilometer (von Swakopmund bis Kamanjab) wären dann asphaltiert.

Der RA-Chef zeigte sich besonders mit der Fahrqualität der asphaltierten Straße zwischen Swakopmund und Henties Bay zufrieden. Dabei sprach Lutombi von einer der „besten“ Asphaltstraßen in Namibia und erwähnte im gleichen Atemzug auch die neue Verbindung zwischen Windhoek und Okahandja. „Wir müssen nur noch die Finanzierung sichern, um mit der nächsten Bauphase zu beginnen“, erklärte er stolz.

Wesentlich komplexer gestalte sich indes die Arbeit hinter den Dünen zwischen Swakopmund und Walvis Bay. Die Straße MR44 soll auf vier Fahrbahnen ausgebaut werden. Zudem sollen bei Swakopmund und Walvis Bay sowie den Abzweigungen nach Solitaire (C14) und zur Uranmine Langer Heinrich (C28) vier sogenannte Autobahnkreuze errichtet werden. Dabei bezeichnete Lutombi das Bauwerk bei Swakopmund als das zweitgrößte Namibias; das größte Verkehrskreuz soll auf der neuen Strecke zwischen Windhoek und dem Hosea-Kutako-Flughafen entstehen. Die erste Phase dieser Strecke soll wie geplant noch in diesem Jahr eröffnet werden – inklusive zwei Autobahnkreuze.

Nach dem Ausbau der MR44 stehe als nächstes die bestehende Asphaltstraße zwischen Swakopmund und Walvis Bay (B1) auf dem Plan. Diese soll ebenfalls modernisiert werden. „Und dann wird dort kein Schwerverkehr mehr zugelassen“, so Lutombi.

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