19 Oktober 2016 | Geschäft

FNB Namibia übernimmt Pointbreak

Bank kauft Vermögensverwalter samt konkurrierendem Finanzdienstleister EBank

Die First National Bank hat mitgeteilt, den Anlage- und Vermögensverwalter Pointbreak kaufen zu wollen – die Gruppe samt dem Finanzdienstleister EBank passe perfekt in die Vision der Kreditanstalt. Die Entscheidung ist schon gefallen, nun wird auf grünes Licht der Behörden gewartet.

Von Clemens von Alten,

Windhoek

Auf die namibische Finanzwelt kommt eine große Übernahme zu, die auch Firmen betrifft, wie Cymot, Plastic Packaging oder die Mediengruppe Namibia Media Holdings (NMH), der die AZ angehört: Eine der größten Kreditanstalten in Namibia, die First National Bank Namibia (FNB), hat sich entschieden, die Anlage- und Vermögensverwalterfirma Pointbreak zu kaufen. Pointbreak ist wiederum Gründer der Investitionsgesellschaft Stimulus sowie des Finanzdienstleisters EBank.

„Die Übernahme wird unsere Fähigkeiten, was Investitionen und hiesige Vermögensverwaltung betrifft, stärken“, erklärte der künftige neue Eigentümer gestern schriftlich. Der langfristige Fokus von Pointbreak decke sich ideal mit den Plänen FNBs für das Geschäft mit Premium-Kunden. „Außerdem trägt die Transaktion dem beabsichtigen Markteintritt von Ashburton Investments in Namibia bei“, so die Bank. Ashburton ist die Vermögensverwalterfirma unter der FirstRand-Gruppe, dem entscheidenden Teilhaber der First National Bank Namibia.

Allerdings gibt es noch eine Hürde: Die zuständigen Behörden müssen die Übernahme noch genehmigen. Dazu gehören die Notenbanken, Bank of Namibia (BoN) sowie South African Reserve Bank (SARB), die hiesige Finanzaufsicht (Namibia Financial Insitutions Supervisory Authority, NAMFISA) und die Wettbewerbshüter (Namibian Competition Commission, NaCC).

Indes sei die Ausrichtung der zu Pointbreak gehörenden EBank der Vision FNBs sehr ähnlich, womit die Angebote leicht aufeinander abgestimmt werden könnten: „Beide Firmen besitzen einen umfangreichen bzw. breiten Ansatz, der auf Technologie und Mobilfunkmöglichkeiten setzt“, heißt es. „Die (angestrebte) Partnerschaft wird ermöglichen, dass zunächst auch EBank-Kunden Zugang zum sogenannten eWallet-Dienst der FNB haben, und wir später auch Personen in ländlichen, weit abgelegenen Gegenden erreichen.“ Dank des Firmenkonzepts der EBank sind die Angebote dieses kleinen Finanzdienstleisters mit Bank-Lizenz äußerst zugänglich. Denn die laut eigenen Angaben „erste filiallose Bank“ verzichtet auf ein Netzwerk aus Niederlassungen und verlässt sich auf Partner im Einzelhandel sowie auf die Mobiltelefone der Kunden.

„Wir können es kaum erwarten, welche Veränderungen diese Fusion für unsere Kundschaft und den hiesigen Markt mit sich bringen“, erklärte FNB-Hauptgeschäftsführer Sarel van Zyl, dem EBank-Chef Michael Mukete beipflichtete: „Wir sind begeistert von den neuen Möglichkeiten, die ein etabliertes Unternehmen wie FNB samt Kunden und Infrastruktur für uns parat hält.“ Der Geschäftsführer von Pointbreak, Josephat Mwatotele, sagte: „Wir sind sicher, dass diese Transaktion uns erlauben wird, unsere Anlage- und Vermögensdienste auszubauen und Kunden ein umfangreiches Angebot zu bereiten.“

Pointbreak wurde 1999 eigenen Angaben zufolge auf einem 30-Millionen-N$-Vermögen einzelner Personen gegründet und verwaltet heute ein Fremdkapital von über acht Milliarden N$. Mit gewinnbringenden Investitionen wuchs das Unternehmen weiter und rief 2004 die Firma Stimulus Investments ins Leben, gefolgt von der EBank, die 2014 eine Bank-Lizenz erhielt. Stimulus ist an den Unternehmen Cymot, Plastic Packaging, Namibia Media Holdings (NMH), Walvis Bay Stevedoring, Joe''s Beerhouse Properties und Nashua and Neo Paints beteiligt. „Wir wünschen FNB und Pointbreak viel Erfolg und vertrauen darauf, dass wir einen wesentlichen Beitrag leisten werden“, erklärte Albe Botha, Chef der NMH-Mediengruppe, die somit künftig zu 39 Prozent der FNB gehöre.

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