23 Dezember 2002 | Lokales

Fluchtversuch im Kober-Mord missglückt

Einem der drei Angeklagten im Leopold Kober-Mord, Jeffrey Kaome, wäre am vergangenen Freitag nach der Verhandlung auf dem Weg vom Obergericht ins Zentralgefängnis fast die Flucht gelungen. Kaome gelang es, den fahrenden Polizisten vom Rücksitz aus zu würgen.

Windhoek (bin) - Die wegen Mordes an dem österreichischen Geschäftsmann Leopold Kober (68) beschuldigten Alfeus Kahira und Kaome mussten im Anschluss an die Gerichtsverhandlung in die Strafanstalt zurückgebracht werden. Da sich das Zentralgefängnis im Bezirk Khomasdal befindet, wurden die zwei Angeklagten mit einem Polizeiauto vom Obergericht abgeholt. Die beiden wurden jedoch nicht mit einem Sicherheitsfahrzeug - so wie es bei schweren Verbrechen wie diesem üblich ist -, sondern mit einem City Golf abtransportiert. Lediglich ein Polizist war verantwortlich, der die beiden sicher in ihre Zellen am anderen Ende der Stadt zurückbringen sollte. Auf dem Weg dorthin überwältigte der auf der Rückbank sitzende Kaome den fahrenden Beamten, in dem er ihn mit seinen bloßen Händen zu würgen begann. Kahira befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Beifahrersitz, wollte Kaome beim Fluchtversuch jedoch nicht unterstützen. Laut Staatsanwalt Lourens Campher trug keiner der beiden Angeklagten Handschellen. Der verantwortliche Polizist habe zudem an diesem Tag seine Waffe zu Hause vergessen.


Der überwältigte Gesetzeshüter soll in der Aufregung über einen Bordstein gefahren sein und beinahe einen Unfall mit einem weiteren Fahrzeug verursacht haben. Im gleichen Moment sei es Kaome gelungen, aus dem Auto zu springen und wegzulaufen. Der Beamte habe umgehend die Sirene eingeschaltet und den Flüchtigen mit dem Fahrzeug verfolgt. Der Angeklagte konnte im Zuge der Verfolgungsjagd zur Strecke gebracht werden, in dem er vom Auto gerammt wurde und zu Boden fiel. Der Polizist habe ihn daraufhin verprügelt. Kurz darauf eilten einige Gefängniswärter zu Hilfe, die den Vorfall, der sich in der Nähe der Strafanstalt abspielte, bemerkten.


"Zum Glück wurde der Angeklagte nicht erschossen. Ich will, dass die Wahrheit herauskommt", war die Reaktion der Witwe des Ermordeten, Evelin Kober. Die Frau ist überzeugt, dass am 1. November 2000 mehr als nur die zwei Männer (Kahira und Kaome) am Tatort - auf der Farm Bag-Bag im Bezirk Okahandja - gewesen wären, wo ihr Mann mit einer AK-47 getötet wurde. Ein Mitarbeiter des Notrufdienstes 911, der mit der Polizei aus Okahandja fast zeitgleich am Tatort eintraf, hätte im Sand Spuren von mindestens drei Personen gesehen. Die Polizei sei diesen Informationen jedoch niemals nachgegangen.


Der angeklagte Karl Kamusuvise, Seargeant Major der Namibia Defence Force, wird beschuldigt, Kahira und Kaome das automatische Maschinengewehr für den Mord besorgt zu haben.


Bis zur nächsten Verhandlung des Mord-Prozesses am 3. März 2003 bleiben Kahira sowie Kaome in Haft. Kamusuvise befindet sich gegen Kaution auf freiem Fuß.

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