16 August 2019 | Lokales

Flora im Swakop-Rivier bedroht

Anwohner zerstören Bäume für Feuerholz – Stadt nicht zuständig

Täglich sammeln eine Handvoll Swakopmunder in dem Swakop-Rivier Feuerholz – und zerstören dabei große Teile der örtlichen Flora. Obwohl Reiseführer, die tägliche Wüstentouren anbieten und umliegende Anwohner diese Praxis bei unterschiedlichen Instanzen angemeldet haben, wurde bisher nichts unternommen.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund

Laut einem bekannten Tour-Anbieter, der es bevorzugt anonym zu bleiben, findet das regelmäßige Sammeln von Holz im Rivier seit mehr als einem Jahr statt. Es handele sich um Personen aus den Stadtteilen DRC und Mondesa, die fast täglich am frühen Morgen nahe der Vielseitigkeitsstrecke des Reitervereins zugegen seien. Sie würden jedoch nicht nur Holz sammeln, sondern auch die Äste von Tamarisken abreißen und Büsche zerstören, um diese dann als Feuerholz benutzen zu können. „Wir verstehen, dass wegen der Kälte Feuerholz benötigt wird, aber der Schaden ist groß. Nicht nur zerstören sie viele geschützte Flechten, die auf den Ästen wachsen, sie stören auch die Tiere, die unter den Pflanzen einen Zufluchtsort gefunden haben“, sagte der Tour-Unternehmer.

Verschiedene Einwohner, die entlang des Riviers wohnen, hätten das Phänomen bereits mehrfach beim örtlichen Büro des Ministeriums für Umwelt und Tourismus gemeldet. „Wir bekommen aber keine Resonanz. Es heißt immer, dass sie die Sache untersuchen, aber nichts wird unternommen“, sagte eine empörte Bewohnerin der AZ. Sie befürchtet, dass der Holzabbau in dem Rivier bald schwere Folgen haben und es kaum noch Vegetation dort geben werde. „Man sieht jetzt schon beim Spaziergang viele Tamarisken, bei denen nur noch der Stamm übrig ist“, sagte sie. Darüber hinaus sei die Anzahl Personen, die Holz sammeln, in den vergangenen Monaten gestiegen.

Für den Pressesprecher des Ministeriums für Umwelt und Tourismus, Romeo Muyunda, war die Angelegenheit neu. „Es wurde sicher dem Swakopmunder Büro gemeldet, aber offiziell wurden wir noch nicht informiert“, sagte er und ergänzte, dass er den Fall untersuchen werde. Er machte aber deutlich, dass diese Praxis, sollte sie im Dorob-Nationalpark stattfinden, rechtswidrig sei.

„Es scheint aber, als ob niemand Verantwortung übernehmen möchte“, sagte ein Anwohner der AZ. Damit verwies er auf die Swakopmunder Stadtverwaltung, die behauptet, sie sei dafür nicht zuständig. „Wir haben die Angelegenheit dem Umweltministerium gemeldet. Unsere Beamte haben keine Justizgewalt im Rivier“, sagte André Plaatjie, der städtische Manager für Unternehmensdienstleistungen. Die südliche Stadtgrenze von Swakopmund befinde sich in der Mitte des Swakop-Riviers – auf der anderen Seite beginne das Stadtgebiet von Walvis Bay.

„Das Land gehört zu Walvis Bay, aber auch wir sind nicht zuständig. Das Gebiet fällt zwar in unseren Distrikt, aber es handelt sich eigentlich um Staatsgrund“, sagte eine Sprecherin von Walvis Bay gestern. Aus diesem Grund könne auch die Stadtverwaltung von Walvis Bay nichts unternehmen.

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