18 November 2021 | Polizei & Gericht

Fishrot-Verschwörung vertieft sich

Windhoek (sno) - In der Weiterführung des Kautionsantrages von Ricardo Gustavo, dem ehemaligen Geschäftsführer von Namgomar Pesca Namibia, im Obergericht am Mittwoch sagte dieser aus, dass er niemals Teil der Fishrot-Verschwörung gewesen und nur später, als das Syndikat stand, mit auf den Bus gestiegen sei.

Im Kreuzverhör der Staatsanwaltschaft konnte Anwalt Cliff Lutibezi in nur kurzer Zeit Gustavo jedoch schnell in Verlegenheit bringen, als dieser Emails aus den Jahren 2012 bis 2014 vorlegte, in denen deutlich wird, dass zwischen ihm (Gustavo), Sacky Shangala, James- und Tamson Hatuikulipi und Jóhannes Stefánsson von der Samherji-Gruppe reger Emailkontakt bestand.

Gustavo in seiner Aussage bestand darauf, dass er der einzige Direktor von Namgomar Pesca Namibia war, wobei die Firma zu 100 Prozent den Angolanern gehörte und er nie Teil der bilateralen Gespräche gewesen sei, weder beim Aufbau der Namgomar Pesca Namibia und/oder Namgomar Pesca SA, welche eigentlich die Mutterfirma aus Angola Namgomar Pesca Limitada ist.

Aus einem anderen Email geht hervor, dass ein Visitenkartenentwurf besteht, in dem Sacky Shangala als Direktor von Namgomar Pesca SA genannt wird und, dass Gustavo, der mit in die Email einkopiert ist, keine Worte für diesen Sachbestand finden konnte.

Auch wird João de Barros, der Sohn des damaligen angolanischen Fischereiministers als Geschäftsführer der gesamten Namgomar-Firmengruppe mit in die Verhandlungen, welche per Email dokumentiert sind, mit Shangala und James- wie auch Tamson Hatuikulipi eingeschlossen, wobei Jóhannes Stefánsson von Samherji immer mit einkopiert ist.

Gustavo war zeitweilig der namibische Vertreter für den angolanischen Staatsbetrieb „Presild“, die zentrale Beschaffungsstelle der Streitkräfte in Angola und hegte dadurch viele geschäftliche Beziehungen zwischen Namibia und Angola. Das Fischereiabkommen, erklärte Gustavo, sei eigentlich nur eine staatlichee Absichtserklärung (MOU), zwischen Namibia und Angola und die Fangquoten um die Kap-Bastardmakrele (horse mackerel) sind kaum für den namibischen, sondern hauptsächlich für den internationalen Markt bestimmt gewesen.

Gustavo werden unter anderem Betrug und illegale Machenschaften vorgeworfen, da die Fangquotenrechte in Namibia viel zu billig verkauft wurden und er mit den Gewinnen von Namgomar Wucherei getrieben haben soll.

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