22 August 2011 | Lokales

Fischhandel am Liambesi-See

Katima Mulilo - "Wir kaufen den Fisch von den namibischen Fischern direkt am Ufer, trocknen oder räuchern die Fische, verpacken sie und verkaufen ihn meist an der Grenze zwischen Sambia und der demokratischen Republik Kongo", sagte eine Händler beim Muyako Fisheries Camp, der jedoch seinen Namen nicht genannt haben wollte. In traditionellen Einbäumen rudern die namibischen Fischer auf den Liambesi-See im Osten der Caprivi-Region, wo sie Tag und Nacht ihre Netze ausgelegt haben. Den Fang bringen sie an das Ufer, wo laut einem Sambier zahlreiche Fischereizentren zu finden sind. Dort warten meist Sambier auf die Fänge. Einen bis zwei Namibia-Dollar zahlen sie für einen Fisch. Am Ufer sitzen die Männer und Frauen, die nicht fotografiert werden, noch ihre Namen nennen wollten, und nehmen dort die Fische aus. Bei einigen dieser informellen Stellen herrschen unhygienische Zustände. Die Fische werden anschließend aufgeschnitten, eingesalzen und auf Tische aus Holz und Riet zum trocknen ausgelegt.

Im Muyako Fisheries Camp, wo die Umstände etwas besser sind, erzählte Andrew Banda der aus Malawi stammt, dass die Fische einen Tag eingesalzen liegen müssen und am darauffolgenden Tag für etwa fünf Stunden zum trockenen ausgelegt werden. Danach werden die Fische in Schichten in einem Gebäude gelagert. Direkt neben den gelagerten Fischen stehen die Zelte der Händler. Einige Fische werden geräuchert und ebenfalls in der Halle gelagert. Später werden die Fische in Säcke verpackt. "Wir packen 1600 der gesalzenen und anschließend getrockneten Fische in einen Sack, der etwa 90 Kilogramm wiegt. Nun sind die Fische bis zu einem Jahr haltbar", sagte die Sambierin Given Ngosa. Die Ware schaffen die Sambier nach Norden in ihre Heimat und verkaufen diese meist an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. "Ein Sack ist etwa 3,5 Millionen sambische Kwacha wert", so Ngosa. In Namibia würden sie keinen Fisch verkaufen.

Angeblich haben die namibischen Fischer eine Genehmigung des Ministeriums für Fischerei und Meeresressourcen. Die Sambier meinten, dass sie keine Genehmigung brauchen, da sie nicht selber fischen. Nachdem der Liambesi-See Mitter der 80ger Jahre erstmals seit Menschengedenken ausgetrocknet war, hatte er in den vergangenen Jahren wieder durch den Chobe, dem Sambesi und Linyanti Zufluss erhalten. Nachdem vor knapp über 25 Jahren der Fischereibetrieb zum Erliegen kam und viele Fischer kein Einkommen mehr hatten, hat sich nun der Handel und Fang wieder etabliert.

Die behördliche Kontrolle von Fang und Handel am Liambesi-See gestaltet sich schwierig. Laut einer Mitarbeiterin des Fischereiministeriums in Katima Mulilo benötigt man für den Fischfang eine Genehmigung (Permit), die zwölf Monate gültig ist. Für den Handel mit Fisch sei diese Behörde jedoch nicht zuständig; dies müsse mit dem Ministerium für Handel und Industrie geklärt werden, hieß es.

Gleiche Nachricht

 

Massive Entwicklung im Norden

vor 2 tagen - 07 Dezember 2018 | Lokales

Von Frank Steffen, Windhoek Im Beisein des Vizeministers für öffentliche Arbeiten und Transport, Sankwasa James Sankwasa, und dem Bürgermeister von Tsumeb, N Shetekela, sowie dessen...

Plastiktüten gibt’s nicht mehr umsonst

vor 2 tagen - 07 Dezember 2018 | Lokales

Swakopmund (er) – Ab heute sind alle Einweg-Plastiktüten in großen Swakopmunder Supermärkten nicht mehr gratis. Plastiktüten mit einer Kapazität von bis zu 18 Liter kosten...

In Namibia angekommen

vor 2 tagen - 07 Dezember 2018 | Lokales

Von Nina Cerezo, WindhoekAnna und Gerald sitzen entspannt in der Windhoeker AZ-Redaktion. Sie kommen gerade vom Flughafen, nachdem sie für den RTL-Spendenmarathon nach Deutschland gereist...

Eine Stadt im Imagewandel

vor 4 tagen - 05 Dezember 2018 | Lokales

Von Nina Cerezo, Windhoek/Oranjemund„Für mehr als 80 Jahre war Oranjemund eine isolierte Diamantenstadt, in der die Wirtschaft nahezu vollständig auf dem Abbau der Edelsteine fundierte...

NamPort-Personal räumt in und um Walvis Bay auf

vor 4 tagen - 05 Dezember 2018 | Lokales

Mehr als 60 Angestellte der Hafenbehörde NamPort haben vor kurzem zusammen mit weiteren Bewohnern von Walvis Bay an einer umfangreichen Aufräumkampagne in der Hafenstadt und...

CEO spricht Klartext

vor 5 tagen - 04 Dezember 2018 | Lokales

Von Erwin Leuschner, SwakopmundBis zum letzten Platz war gestern Morgen der Swakopmunder Ratssaal mit Angestellten der Stadtverwaltung gefüllt, als sich der neue Stadtdirektor Archie Benjamin...

Namib Times feiert Jubiläum

vor 5 tagen - 04 Dezember 2018 | Lokales

Swakopmund/Walvis Bay (er) - Die lokale Küstenzeitung „Namib Times“, die Berichte auf Englisch, Afrikaans und Deutsch veröffentlicht, feiert am Mittwoch ihr 60-jähriges Bestehen - sie...

Kazapua bleibt Bürgermeister

vor 6 tagen - 03 Dezember 2018 | Lokales

Windhoek (nic) - Muesee Kazapua bleibt im Amt – er wurde am Donnerstag als Bürgermeister der Stadt Windhoek wiedergewählt. Laut Stadtverwaltung (CoW) wurde dies am...

Farmer Jörn findet „Liebe seines Lebens“

vor 6 tagen - 03 Dezember 2018 | Lokales

Windhoek/Grootfontein (nic) – Farmer Jörn, der zweite namibische Teilnehmer der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ hat sich mit Kandidatin Oliwia verlobt. In der gebürtigen Polin habe...

Deadline für „Sur la Plage“

1 woche her - 29 November 2018 | Lokales

Von Erwin Leuschner, SwakopmundWährend der jüngsten Sitzung hat der Stadtrat dem Entwickler, Lighthouse Property Investment Trust (LPIT), eine weitere Frist gesetzt. Für die Entwicklung auf...