26 April 2012 | Wirtschaft

Fischerei-Sektor nach Krise im Aufwind

Windhoek - Die Fischerei-Industrie befindet sich trotz gestiegener Treibstoffpreise und der damit verbundenen Zusatzkosten im Aufwärtstrend.

Das teilte Fischereiminister Bernhard Esau vor kurzem während seiner Haushaltsbegründung im Parlament mit. "Ungeachtet der globalen Finanzkrise und seiner Auswirkungen auf die Fischerei-Industrie hat sich das Geschäftsklima in dem Sektor insgesamt verbessert", sagte er. Diese Entwicklung führte er unter anderem auf die zuletzt günstige Währungsentwicklung zurück, die zu erhöhten Einnahmen aus Fischexporten geführt habe.

Darüber hinaus habe sich die Durchschnittsgröße vieler Fischsorten in letzter Zeit deutlich verbessert und die Biomasse von Kapseehecht, Bastardmakrele, Seeteufel und Sardine stabilisiert. Das hätten wissenschaftliche Forschungen ergeben, wonach sich die Bestände dieser wirtschaftlich wichtigen Fischarten relativ gut erholt hätten.

Darüber hinaus stimmt den Minister optimistisch, dass die Fisch-Farmerei im Lande vielversprechendes Potenzial zeige. So seien im Finanzjahr 2011/12 in diesem Bereich drei Kapitalprojekte verwirklicht und dabei das Kamutjonga Inland Fisheries Institute (KIFI) in der Kavango-Region vollendet, ein Regionalbüro in Katima Mulilo errichtet und eine Brutstätte für Süßwasser-Fisch in Ongwediva in Betrieb genommen worden. Für das kommende Finanzjahr seien weitere Projekte im Bereich der Fisch-Farmerei geplant, die die Bedeutung dieses Sektors deutlich erhöhen könnten.

Einen ähnlichen Aufschwung erlebt Esau zufolge derzeit auch die zuletzt stark gebeutelte Austern-Zucht im Lande, wo die Produktion in Walvis Bay, Lüderitzbucht, Swakopmund und Oranjemund aufgrund verbesserter "Umweltbedingungen" im vergangen Finanzjahr stark zugenommen habe. Nach Prognosen des Ministeriums werde die Relevanz der Aquakultur weiter wachsen und damit auch zur Arbeitsbeschaffung im Lande beitragen.

Neben diesen Fortschritten gibt es Esau zufolge jedoch auch Negativentwicklungen, die Grund zur Sorge gäben. Dazu gehöre vor allem der zuletzt stark gestiegene Spritpreis, der den Fischereiunternehmen deutliche Mehrkosten verursacht habe. Für die Fischfabriken in Lüderitzbucht komme erschwerend hinzu, dass die Bahnkosten im vergangenen Finanzjahr um insgesamt sechs Prozent gestiegen und damit auch ihre Frachtkosten entsprechend angewachsen seien.

Dem Fischereiministerium sind im aktuellen Haushaltsentwurf für das kommende Finanzjahr 257,4 Millionen N$ reserviert. Nach letzten verfügbaren Zahlen hat die Fischerei-Industrie im Jahre 2010 mit 3,7 Prozent zum Bruttoinnlandprodukt beigetragen und Exporteinnahmen in Höhe von 4 Milliarden Namibia-Dollar erwirtschaftet. Im Jahre 2009 hatte der Sektor noch 4,6 Prozent des BIP ausgemacht und 4,7 Milliarden Namibia-Dollar an Exporteinnahmen beigesteuert.

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