29 April 2019 | Natur & Umwelt

Finanzdefizit behindert Kampf gegen Wilderei

Einsatzkräften im Etoscha- und Bwabwata-Nationalpark fehlen Essen, Fahrzeuge und Treibstoff

Windhoek (Nampa/nic) – Auch die Anti-Wilderei-Einheit leidet unter dem finanziellen Engpass der namibischen Polizei und wird daher in ihrer Arbeitsausführung eingeschränkt. Dies sagte die Vorsitzende des Ständigen Parlamentsausschusses für Naturressourcen, Sophia Swartz, am vergangenen Dienstag bei einem Treffen mit Polizeichef Generalleutnant Sebastian Ndeitunga in Windhoek.

Laut Swartz beklagten sich bei einer einwöchigen Inspektion des Etoscha-Nationalparks im Mai 2018 mehrere Beamte der Anti-Wilderei-Einheit unter anderem über zu wenig Nahrungsmittel und fehlende Fahrzeuge. Ndeitunga räumte bei dem Treffen durchaus Probleme ein und nannte vor allem die Einsatzkräfte im Bwabwata-Nationalpark, die unter besonders schwierigen Bedingungen arbeiten würden.

Insgesamt wurden laut Swartz im vergangenen Jahr 267 Polizisten eingestellt, um Wilderei zu bekämpfen: 125 davon seien im Etoscha-Nationalpark im Einsatz, 90 im Bwabwata-Park und 52 bei Palmberg. „Die Einsatzkräfte rotieren dabei“, hieß es. Laut Ndeitunga sollen den Beamten eigentlich Nahrungsmittel, Treibstoff, Fahrzeuge und Hubschrauber für die Patrouillen zur Verfügung gestellt werden. „Doch das ist aufgrund des Geldmangels nicht immer möglich“, so der Polizeichef. Dies wirke sich auch auf die Moral der Beamten aus und mache sie für Korruption anfällig, sagte er weiter.

Das Komitee forderte Ndeitunga abschließend dazu auf, sich mit dem Minister für Umwelt und Tourismus, Pohamba Shifeta, auszutauschen, „um die Probleme so zu lösen“. Laut Ndeitunga ist bereits für den morgigen Dienstag (30. April) ein Treffen geplant.

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