12 Februar 2019 | Sport

FIFA-Normalisierungskomitee nimmt Arbeit auf

Weltfußballverband hat fünfköpfiges Gremium zur Übernahme der NFA-Geschäfte einberufen

Über mehrere Wochen brodelte die Gerüchteküche, wie der Weltfußballverband FIFA das Übergangskomitee besetzen wird, das für eine Normalisierung der Geschäfte und Neuwahlen auf Exekutiv-Ebene des namibischen Fußballverbands (NFA) sorgen soll. Nun herrscht endlich Klarheit - und die Arbeit beginnt sofort.

Von Joël Grandke

Windhoek

Die NFA steht nach über zwei Monaten des Schwebezustands unter einer neuen Übergangangsführung. In den nächsten vier Monaten wird ein Quintett bestehend aus der Vorsitzenden Hilda Basson-Namundjembo, ihrem Stellvertreter Franco Cosmos sowie den Ausschussmitgliedern Gaby Ahrens, Matti Mwandingi und Vivienne Katjiuongua in den nächsten vier Monaten die NFA-Geschäfte übernehmen. Basson-Namundjebo ist eine renommierte Geschäftsfrau, während Cosmos, Mwandigig und Katjiuonga als Juristen tätig sind. Die Sportschützin Ahrens ist Vertreterin der Athleten-Kommission des namibischen Olympia-Komitees (NNOC).

Die Besetzung gab Veron Mosengo-Ombam, FIFA-Direktor der Mitgliedsverbände und Entwicklung in Afrika und der Karibik, bei einer Pressekonferenz bekannt. „Die Situation ist sehr schwierig. Die FIFA kann nicht akzeptieren, dass in einem seiner Mitgliedsverbände kein Fußball gespielt werde“, betonte Mosengo-Ombam die Notwendigkeit des neu einberufenen Komitees. Dieses soll unter anderem dafür sorgen, dass schnelle und reibungslose Wahlen eines neuen NFA-Exekutivkomitees abgehalten werden. Die von der FIFA berufenen Mitglieder stehen dabei nicht zur Wahl für die weitergehende Besetzung. Sobald die Wahlen durchgeführt wurden, ist die Arbeit der fünfköpfigen Übergangslösung abgeschlossen. Innerhalb von vier Monaten soll dieses Vorhaben umgesetzt werden. „Ab heute sind die Mitglieder des Normalisierungskomitees die Bosse des namibischen Fußballs. Sie werden den Sport so organisieren und betreiben, wie sie es für richtig halten.“ Das bedeutet in anderen Worten: Eine Einflussnahme von anderen Personen soll unbedingt ausgeschlossen werden.

Die neue NFA-Führung nimmt ihre Arbeit sofort auf, wie die Vorsitzende Basson-Namundjembo erklärte. Am heutigen Dienstag würden die Mitglieder in ihre neuen Aufgaben eingearbeitet werden. „Wir haben keine vorher festgelegten Meinungen, was unsere Arbeit betrifft. Wir werden nach der Einarbeitung beraten, was nötig ist“, sagte sie.

Laut der Plattform www.lawinsport.com müssen die Mitglieder des Normalisierungskomitees kein spezielles Anforderungsprofil erfüllen, sollten allerdings aus dem Land kommen, in dem sie eingesetzt werden. Die Besetzung soll möglichst Personen mit verschiedenen Hintergründen berücksichtigen, wenngleich Wissen oder Erfahrung im Fußball sowie in finanziellen und rechtlichen Fragen hilfreich sind. Demnach mussten alle Mitglieder einen Eignungstest ablegen, der in Übereinstimmung mit den FIFA- und Regierungs-Statuten sein musste. Auf Grundlage der Testergebnisse fällte die FIFA ihre Entscheidung.

Das Übergangskomitee übernimmt die Alltagsgeschäfte der NFA und kann dabei auch neue Statuten und Grundsätze entwerfen, die den FIFA-Regeln und dem nationalen Gesetz entsprechen. Dabei gelten die Mindestanforderungen, dass eine politische und religiöse Neutralität, ein Verbot von Diskriminierung und Respekt vor dem Gesetz Voraussetzung sind.

Hintergrund für die Einberufung des neuen Gremiums waren anhaltende Unstimmigkeiten innerhalb der NFA.

Der ehemalige NFA-Präsident Frans Mbidi und Ex-Generalsekretär Barry Rukoro sorgten mit ihren internen Streitigkeiten für eine Lähmung der Verbandsarbeit, wie die FIFA Anfang Januar erkannte (AZ berichtete). Die Amtszeit mehrerer Mitglieder des NFA-Exekutivkomitees - inklusive der Mbidis - endete am bereits 5. Dezember des vergangenen Jahres. Die Fifa war darüber informiert worden, dass einige dieser Mitglieder offenbar beschlossen hätten, ihre eigenen Wahlen zu verschieben. Somit waren bis zur jetzigen Einrichtung zahlreiche Posten im Exekutivkomitee faktisch unbesetzt. Darüber hinaus hatte die FIFA eine gerichtliche Prüfung der NFA beauftragt, da es „mehrere Fälle von finanziellem Missmanagement und Interessenkonflikten bei der NFA zu geben scheint.“

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