23 Januar 2020 | Lokales

Öffentliches Treffen zum Genozid-Thema

Gesprächskreis deutschsprachiger Namibier hebt mehrere Erfolge hervor

Der Gesprächskreis deutschsprachiger Namibier blickt auf ein erfolgreiches Jahr mit mehreren hochrangigen Treffen zurück – und hat sich mehrere Ziele für 2020 gesetzt. Dazu gehören einige Vorträge sowie öffentliche Treffen mit anderssprachigen Bevölkerungsgruppen.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

Zu einem der diesjährigen Höhepunkte des Gesprächskreises deutschsprachiger Namibier, der im April 2019 in Swakopmund gegründet wurde, gehört eine öffentliche Veranstaltung mit dem Genozid-Dialogkomitee der Ovaherero/Ovambanderu und Nama von 1904-1908 (ONCD) in Swakopmund. Die Zusammenkunft ist für den 7. Februar vorgesehen, teilte der Schriftenführer des Gesprächskreises, Anton von Wietersheim, jetzt mit.

Die Veranstaltung folgt einer Zusammenkunft, die der Gesprächskreis Anfang November mit einer Delegation der ONCD abgehalten hatte (AZ berichtete). JDas Treffen wurde damals als Erfolg gewertet. „Wir, die Nachkommen beider Seiten, erkennen die Vergangenheit an und sehen auch ein, dass jene uns beide betrifft“, hieß es dazu. Die Vertreter des ONCD – und gleichzeitig ihrer jeweiligen traditionellen Stammesobrigkeit – hätten ausführlich über die Entstehung und Funktion des OCND und auch über den Stand der Verhandlungen zwischen Namibia und Deutschland, an denen der ONCD direkt beteiligt sei, informiert.

„Es wurde auch gründlich auf das gegenwärtige Verhältnis zwischen Herero, Mbanderu, Nama und Deutschsprachigen eingegangen und der gemeinsame Wunsch nach einem einvernehmlichen Abschluss der historischen Auseinandersetzung zum Ausdruck gebracht und besprochen“, heißt es weiter. „Das Auftreten der Fraktion des sogenannten ‚Paramount Chief‘ Vekuii Rukoro, welche die Klage in den USA anhängig gemacht hat, wurde seitens des ONCD verurteilt, da es Verzögerungen verursacht und Ärger schürt.“

Laut von Wietersheim hat es seit der Gründung des Ausschusses verschiedene Begegnungen mit Besuchern gegeben, die sich für die Initiative interessiert hätten. Dazu gehöre auch der ehemalige deutsche Botschafter in Namibia, Christian Schlaga, der den Werdegang des Gesprächskreises mit Interesse begleitet habe. Es habe gelegentliche Treffen in Swakopmund gegeben, auch mit Beteiligung des deutschen Sondergesandten, Ruprecht Polenz, der Deutschland bei den Genozid-Verhandlungen vertrete.

Inzwischen habe sich der Gesprächskreis auch mit dem neuen Botschafter Herbert Beck getroffen, der sich allgemein über die Situation in Swakopmund und speziell über den Gesprächskreis informiert habe. Im November hätten einige Ausschussmitglieder gemeinsam mit Vertretern anderer Interessengruppen auf Einladung der deutschen Botschaft und der Konrad Adenauer Stiftung in Swakopmund an einem Informationsaustausch mit dem Mitglied des Deutschen Bundestags Frank Steffen (CDU/CSU) und einem Mitglied des Berliner Landtages, Jürn Schultze-Berndt, teilgenommen. Dabei seien Themen wie die Entwicklung der deutschen Sprache, Genozid-Verhandlung, Geschichtsschreibung, Sportentwicklung, Sicherheit und die Frage von Aufenthaltsgenehmigungen in Namibia besprochen worden.

Zu einem weiteren Höhepunkt hebt von Wietersheim ein Treffen mit Klaus Hess, Präsident der Deutsch-Namibischen Gesellschaft, hervor, bei dem aktuelle Tagesthemen und auch die Entwicklung einer übergreifenden Organisation Deutschsprachiger und die verschiedenen damit verbundenen Szenarien besprochen worden seien.

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