02 Dezember 2019 | Afrika

Festnahmen in Südafrika: Terroranschläge in Einkaufszentren geplant

Johannesburg (dpa) - Südafrikas Polizei hat nach eigenen Angaben eine rassistische Terrorzelle auffliegen lassen, die Anschläge gegen Einkaufszentren und Verkehrsknotenpunkte in dem Land geplant haben soll. Ihr Anführer - ein Pastor und Ex-Soldat - erschien deswegen am Montag zusammen mit drei mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppe vor Gericht; er war bereits am vergangenen Donnerstag verhaftet worden. "Sie planten am Black Friday Explosionen in Einkaufszentren und anderen Plätzen", sagte Polizeisprecher Hangwani Mulaudzi der Deutschen Presse-Agentur. An diesem Tag voller Sonderangebote hätten die vielen Menschen in den Einkaufszentren einfache Ziele für die Gruppierung dargestellt.

Die Mitglieder der Gruppe bezeichnen sich demnach als Kreuzritter oder Angehörige einer National-Christlichen Widerstandsbewegung (NCRM). Die Polizei hatte bei einer Razzia nach eigenen Angaben Waffen und Munition beschlagnahmt. In einem Gebäude, das zunächst dem Anführer der Gruppe zugeordnet worden war, entdeckten die Sicherheitskräfte zudem Material und Elektronikbauteile, wie sie zur Herstellung von Sprengsätzen genutzt werden können. Die Festgenommenen bleiben bis zum nächsten Gerichtstermin am 21. Januar 2020 in Untersuchungshaft.

Die Festnahmen waren nach zweijährigen Ermittlungen einer Sonderabteilung der Polizei erfolgt. Sie war Hinweisen nachgegangen, wonach die Gruppe Anschläge gegen strategische Einrichtungen, aber auch Einkaufszentren und Armensiedlungen im Lande plante. Ihre Pläne ließen in Südafrika Erinnerungen an die rechtsradikale Boeremag (deutsch: Burenmacht) aufkommen, die 2002 im Land Bombenanschläge auf Brücken, Eisenbahngleise oder auch eine Moschee geplant und zum Teil auch durchgeführt hatte. Auch diese rassistische weiße Gruppierung hatte dabei die schwarze Mehrheit im Lande ins Visier genommen.

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