18 Oktober 2021 | Soziales

FES stellt Buch zur sozialen Lage in Namibia vor

Autoren liefern Daten zur prekären Situation der bevölkerung – Konkrete Projekte fehlen

Windhoek (led) • Die Friedrich-Ebert Stiftung (FES) hat in Zusammenarbeit mit der Universität von Namibia Statistiken und Lösungsansätze zusammengefasst, um Armut zu beseitigen und Menschenrechte zu sichern. Am Donnerstagabend, 14. Oktober, wurde das Buch mit dem Titel „Perspectives on Nambia's Social Protection 2017-2020“ („Namibias Perspektiven für sozialen Schutz 2017-2020”) in einem offiziellen Rahmen im Hauptsitz der FES in Windhoek-West vorgestellt. Auch der namibische Informationsminister, Peya Mushelenga, war vor Ort.

„Jeder Mensch hat das Recht, ein gesundes Leben zu führen, ohne Armut und Hunger zu erfahren“, sagte die ansässige Direktorin der FES in Namibia, Freya Gruenhagen. Das sei einer der Gründe, der die FES antreibe. Im Jahr 2017 wurde deshalb das Forum für Experten von sozialen Schutz („Forum for Experts on Social Protection“, FESP) gegründet, einem Zusammenschluss der FES und der Abteilung für Soziologie der Universität von Namibia. Seit dem hat die FESP lokale, regionale und internationale Experten zum Thema zusammengeführt und eine Reihe an Debatten veranstaltet, erklärte Kapara Tjivikua, einer der Gründungsmitglieder der FESP. Die Erkenntnisse, darunter Studien über die soziale Situation Namibias im weltweiten Vergleich, wurden in dem am Donnerstag präsentierten Buch zusammengefasst. Die Autoren des Buches sind Professor Trywell Kalusopa und Olga Katjijongua.



Komplexes Thema

„Sozialer Schutz von Menschen in Namibia ist eines der Themen, die bisher zu wenig akademische Aufbereitung erfahren haben“, erklärte Namibias Informationsminister, Mushelenga. Dieses Buch liefere eine historische Perspektive auf die soziale Situation im Land. Das schaffe Zugang zu Informationen und helfe dabei, die Entstehung sozialer Probleme und Umstände zu verstehen.

„Das Thema ist sehr komplex“, ergänzte der Studiendekan der Abteilung für Soziologie der Universität von Namibia, Alfons Mosimane. Das erfordere aufwändige Recherchearbeit und einen großen Anteil quantitativ sowie qualitativ erhobener Daten.

Im Anschluss der Buch-Präsentation fand eine Diskussion zum Thema statt, bei der sich die Zuschauer beteiligen konnten. Dabei ging es um die Frage, welche Handlungsschritte aus den dargelegten Informationen denn nun von Seiten der Politik folgten. Auch die Finanzierung von sozialen Projekten wurde angesprochen. Einer der Anwesenden forderte hierzu mehr Geld von der Regierung. Des Weiteren wurde kritisiert, dass es neben akademischer Literatur auch speziell für Kinder aufbereitete Inhalte brauche, um sie über ihre Rechte aufzuklären. Minister Mushelenga äußerte sich zu diesen Punkten nicht.

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