27 Januar 2017 | Meinung & Kommentare

Fehlende Beispielfunktion

Jeder, der sich mit dem namibischen Straßenverkehr auch nur kurzzeitig befasst, weiß: Da passiert so einiges und so Einige werden bei Autounfällen verletzt oder lassen gar ihr Leben. Allein in diesem jungen Jahr hat es laut Verkehrsunfallfonds (MVA) bis zum 22. Januar bereits 32 Tote gegeben. Das sind statistisch knapp 1,5 Personen am Tag – eine erschreckende Bilanz, vor allem vor dem Hintergrund, dass der MVA gemeinsam mit etlichen staatlichen und privaten Partnern unermüdlich dafür kämpft, die Straßen Namibias unfallloser zu machen. So auch mit dem Programm „Sicher auf dem Schulweg“, bei dem während des Schulbeginns an Windhoeker Grundschulen „Sicherheits-Marschälle“ eingesetzt wurden, um damit den jungen Lernenden den Weg durch das Verkehrschaos zu bahnen.

Dass bei der Durchführung des Programms „einige Sicherheitsdefizite“ entdeckt und publik gemacht wurden, verwundert zunächst nicht. Denn würde tatsächlich jede Kampagne des MVA und/oder von dessen Partner Früchte tragen, so sähe die aktuelle Situation auf Namibias Straßen wohl schon ganz anders aus. Doch dass zu diesen Sicherheitsmängeln auch das Verhalten der Eltern jener Schüler zählt, deren Unversehrtheit bewahrt werden soll, entfacht doch mehr Entsetzen, als dass man nur den Kopf schüttelt. So steigen die Kinder einfach mitten auf der Straße aus den Fahrzeugen. Ampeln und andere Fußgängerüberquerungen werden schlichtweg ignoriert. Und dann zeigen sich die Eltern laut MVA zudem noch „unkooperativ“, wenn man sie darauf anspricht. Wenn die Erwachsenen mit solch einem Beispiel vorangehen, wie soll sich dann jemals etwas auf den Straßen Namibias ändern?

Von Nina Cerezo

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