15 August 2019 | Natur & Umwelt

Farmer erleidet Millionenverlust

Einbrecher entwenden unter anderem 34 Rhinozeros-Hörner aus Tresorraum

Der Eigentümer einer Wildfarm im Distrikt Outjo hat am Wochenende Verluste in Millionenhöhe erlitten, nachdem Einbrecher aus einem Tresor in seiner Wohnung 34 Rhinozeros-Hörner, Bargeld in bisher unbekannter Höhe, Juwelen, Handys und drei Waffen gestohlen haben.

Von F. Steynberg, Nampa, M. Springer

Windhoek

Der Farmer, der zahlreiche Nashörner enthornt hat, nachdem einige der Dickhäuter auf seiner Farm gewildert wurden, hatte eine gültige Genehmigung für den Besitz der 34 Hörner, die er in dem Tresorraum in seiner Privatwohnung in Outjo gelagert hatte.

Wie der Farmer auf Anfrage mitteilte, sind seit März 2018 bereits 13 Nashörner auf seiner an den Etoscha-Nationalpark angrenzenden Farm gewildert worden, die zum Schutz der verbleibenden Artgenossen nicht genannt werden soll. Ferner führte er aus, seine Frau sei am vergangenen Wochenende in Swakopmund und er selbst auf der Farm gewesen. Als er Sonntagabend zu seiner Wohnung in Outjo zurückgekehrt sei, habe er den Einbruch entdeckt.

Nach Angaben der Polizei muss sich der Einbruch zwischen Freitagabend und Sonntagmittag ereignet und die Diebe durch das Dach des Hauses Zutritt zur Wohnung erlangt haben. Abgesehen von dem Tresorraum hätten die Täter auch einen kleineren Panzerschrank in der Wand aufgebrochen und daraus die drei Waffen entwendet. Sie hätten offenbar genau gewusst, wo sich der in einer Wand eingelassene Panzerschrank befand und wie die von ihnen deaktivierte Alarmanlage funktioniert.

Der Farmer verdächtigt ein international agierendes Syndikat, dem er unter anderem sechs Angeklagte zuordnet, die am 27. Mai ein schwarzes Nashorn auf seiner Farm gewildert haben sollen und vor kurzem alle gegen Kaution von zwischen 6000 N$ und 10000 N$ freigelassen wurden (AZ berichtete).

Unterdessen sind gestern vier Männer auf Anklage des illegalen Besitzes einer von der Polizei nicht genannten Anzahl Rhinozeros-Hörner am Magistratsgericht in Otjiwarongo erschienen.

Die Beschuldigte Robertos Ipinge (33), Timoteus Kazera (34), Hango Hangos (28), Gideon Gaowaseb (36) wurden am Montag gegen 17.00 Uhr in der Nähe des Otjozondjupa-Regionalbüros von verdeckten Ermittlern verhaftet und die „frisch abgetrennten“ Rhinozeros-Hörner bei ihnen beschlagnahmt, die sie offenbar hatten verkaufen wollen. Ferner wurden zwei Luxusfahrzeuge der Verdächtigen konfisziert. Ihr Verfahren wurde von Magistratsrichter Eduard Kesslau auf den 30. September vertagt. Bis dahin werden die Angeklagten vermutlich in Untersuchungshaft bleiben, nachdem ihnen gestern eine bedingte Freilassung verweigert wurde.

Gleiche Nachricht

 

Kundgebung gegen Phosphat-Abbau abgesagt

vor 1 tag - 23 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Eine Gruppe Demonstranten, die gestern am Obergericht gegen den möglichen Abbau von Phosphat vor der namibischen Küste protestieren wollte, hat ihre Kundgebung kurzfristig abgesagt. Grund...

„Swakopmunds“ Elefantenbulle mit Peilsender ausgestattet

vor 1 tag - 23 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Swakopmund (er) - Ein Team des Ministeriums für Umwelt und Tourismus hat gestern Morgen unter der Aufsicht von Tierärztin Janine Shape dem jungen Elefantenbullen, der...

Peilsender wird heute angelegt

vor 2 tagen - 22 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Swakopmund (er) - Heute soll der Elefantenbulle, der sich nach einem Besuch in Swakopmund zu Weihnachten nun im Omaruru-Rivier aufhält, einen Peilsender angelegt bekommen. Das...

Erneut besucht ein Springbock die Küstenstadt Swakopmund

1 woche her - 16 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Nie ein langweiliger Augenblick in Swakopmund – mit diesem Satz hat der örtliche Tierschutzverein (SPCA) einen jüngsten Tierbesuch in dem Küstenort kommentiert und für Geschmunzel...

Moratorium gegen Baumrohdung bleibt in Kraft

1 woche her - 15 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Windhoek (ms) - Die Regierung hat erneut betont, dass sie bis auf weiteres keine weitere Abholzung in Namibia erlauben, sondern lediglich den Abtransport bereits gefällter...

Elefantenbulle bekommt demnächst einen Peilsender

1 woche her - 15 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Swakopmund/Henties Bay/Windhoek (er) – Das Ministerium für Umwelt und Tourismus hofft darauf, schon an diesem Freitag dem jungen Elefantenbullen, der an Weihnachten Swakopmund überraschend besucht...

Hyänen-Programm trotzt Herausforderungen

1 woche her - 14 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/cr) – Das Forschungsprojekt Brauner Hyänen (Brown Hyena Research Programm, BHRP) hat im vergangenen Jahr rund 250000 Namibia-Dollar für tägliche Arbeit ausgegeben. Das...

Erdbeben nördlich von Kamanjab

1 woche her - 13 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Windhoek/Kamanjab (cr) - Ein Erdbeben der Stärke 3,9 auf der Richterskala wurde am vergangenen Mittwochmorgen um 6.47 Uhr etwa 23 Kilometer nördlich von Kamanjab gemessen....

Dürre schürt Mensch-Tier-Konflikte

1 woche her - 13 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Von Ellanie Smit und C. von Alten, WindhoekIn den Hegegebieten Namibias hat es 2018 offiziellen Angaben zufolge insgesamt 7862 Mensch-Tier-Konflikte gegeben. Das sind zwar etwas...

Regenzeit ist Schildkrötenzeit - Besuch bei Namibias Schildkröten-Papa

vor 2 wochen - 10 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Von Evelyn Rosar Es ist nicht schwer zu erkennen, welches Hobby Alfred Schleicher hat. Schon über der Haustür des 63-Jährigen in Pionierspark hängen...