27 August 2015 | Leserpost

Fantastischer Urlaub, fader Nachgeschmack

Betr.: Eine Urlaubsreise endet bei falschen Polizisten Nach ihrem dreiwöchigen Urlaub in Namibia – einem fantastischen Land mit sehr netten Leuten – wurden zwei Touristen aus Deutschland an ihrem letzten Urlaubstag von Polizisten in Windhoek „auf die übelste Weise“ abgezockt. Wir, das heißt mein Sohn und ich, hatten drei Wochen herrlichsten Urlaub in einem landschaftlich schönen Land mit einer faszinierenden Tierwelt hinter uns. Nach 2013 und 2014 war es bereits unser dritter Urlaub hintereinander. Zuhause schwärmten wir von Namibia in den höchsten Tönen… und dann dies: Auf der Rückfahrt zum Flugplatz wurden wir von Okahandja kommend – am Dienstag, den 18. August 2015, um 11.27 Uhr plötzlich von einem Polizeiauto mit Blaulicht und Sirene gestoppt, in dem drei Polizisten saßen. Da wir mit einem Mietauto „Bobocamper Discoverer FunX2” mit südafrikanischem Nummernschild unterwegs waren, wurden wir natürlich sofort als Touristen erkannt. Auf der B1 von Norden kommend verließen wir, der Ausschilderung zum Flugplatz folgend, die B1. Links auf den Hendrik-Witbooi-Drive abbiegend wurden wir von einem Polizeiauto gestoppt. Die drei Polizisten behaupteten, dass wir beim Abbiegen, ohne anzuhalten, ein Stopp-Schild überfahren hätten, deshalb müssen wir 1 500 Namibia-Dollar Bußgeld bezahlen. Ich händigte den Polizisten pflichtbewusst und höflich meinen internationalen Führerschein aus, mit diesem schienen sie aber nicht viel anfangen zu können. Auch mein nationaler Führerschein fand „keine große“ Beachtung; man hatte wahrscheinlich nicht mit Deutschen, sondern mit Reisenden aus Südafrika gerechnet. Außerdem erklärte ich den Polizisten höflich aber bestimmt, dass ich nicht gewillt sei, die Strafe zu bezahlen, da ich mit Sicherheit kein Stoppschild überfahren hätte. Erstens war es bei dem vielen Straßenverkehr, der zu dieser Zeit herrschte, gar nicht möglich, auf den Hendrik Witbooi-Drive abzubiegen, außerdem habe ich beim Abbiegen immer größte Sorgfalt walten lassen, da ich den Linksverkehr nicht gewohnt war. Die Polizisten bestanden dennoch darauf, dass ich die 1 500 Namibia Dollar zu bezahlen hätte. Ich beharrte darauf, dass ich mir keiner Schuld bewusst sei. Meinem Sohn fiel auf, dass die drei keinerlei Anstalten machten meine Personalien aufzunehmen. Sie betonten immer nur, dass ich die Strafe bezahlen müsse. Nachdem ich –nach längerem Hin und Her – wieder meine beiden Führerscheine hatte, erklärte mein Sohn – er schien die Situation besser wie ich zu erkennen – so viel Geld wie sie wollten, hätten wir gar nicht mehr bei uns, wir möchten ihren Vorgesetzten sprechen. Daraufhin änderte sich die Taktik der drei Polizisten. Der Quittungsblock wurde zugeklappt - in diesem war, obwohl schon eine geraume Zeit vergangen war, keinerlei Eintrag vorgenommen worden. Man fragte uns, wie viel Geld wir überhaupt noch hätten. Mein Sohn zog die letzten drei Hundert-Namibia-Dollarscheine, die er noch hatte, aus seinem Geldbeutel und zeigte sie den Polizisten. Einer sagte, er werde es bei einer Verwarnung belassen, packte das Geld und meinte, dies sei für ihr Mittagessen. Die drei Polizisten eilten zu ihrem Auto und brausten davon. Wir schauten uns verdutzt an … Zeit zum Notieren des Nummernschildes oder gar ein Foto zu machen hatten wir nicht mehr. Wir mussten auf unser Mittagessen verzichten, mein Geld reichte gerade noch für zwei Kaffee. Werner Hagn, Bayern

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