16 Oktober 2018 | Landwirtschaft

Export-Schlachthof geplant

Farm soll auch als Farmbetrieb und Anwesen geführt werden

Die Farm Goodhope bei Otjiwarongo soll in drei Portionen aufgeteilt werden: Der erste Teil als Luxus-Anwesen entwickelt und mit 110 Wohnungen bestückt werden, während Teil zwei zu einem Export-Schlachthof ausgebaut werden soll, und der Rest der Farm weiterhin als Farmbetrieb fortbestehen wird.

Von Frank Steffen, Windhoek/Otjiwarongo

Die Fachberaterfirma Quivertree Consulting (QC) wurde vom Schlachtbetrieb „Rooibult Meat Processors“ (RMP) - 6 Kilometer südwestlich von Otjiwarongo auf der Farm Goodhope gelegen - beauftragt, eine Umweltverträglichkeitsstudie auszuführen. Laut Projektleiterin Svenja Garrard von QC, trachtet RMP danach, die Farm Goodhope Nr. 298 in drei gesonderte Grundstücke zu teilen, wobei die sogenannte Farm A in einer Größe von 741 Hektar als Wildreservat und Luxusanwesen mit 110 Wohnungen entwickelt werden soll, während Farm B, auf der sich der bestehende Schlachtbetrieb befindet, eine Fläche von 278 Hektar messen soll.

Der Klasse C-Betrieb soll zu einem Schlachthof der Klasse A ausgebaut werden, denn RMP möchte seine Produkte in die Europäische Union sowie nach Norwegen, in die USA und Südafrika ausführen. Dazu sollen Tiere aus den Gegenden von Grootfontein, Otavi, Otjiwarongo und Outjo aufgekauft werden und soll ferner der bestehende Mastbetrieb, der momentan 1500 Tiere fasst, ebenfalls ausgebaut werden, damit zu jeglicher Zeit 5000 Tiere in der Mastanlage gefüttert werden können.

Dadurch soll dem Schlachtbetrieb eine Schlachtrate von 200 Tieren am Tag gewährleistet werden. Die hochwertigen Schnitte sind für den Exportmarkt bestimmt, während Fabrikreste und Abfall gefroren und lokal verkauft werden sollen. Fleisch, das nicht für den menschlichen Verbrauch geeignet ist, soll der Krokodilfarm in Otjiwarongo zugeführt werden.

Die Farm selbst liegt an der Distrikt-Schotterstraße D2515, die von der B1-Landstraße zwischen Otjiwarongo und Okahandja in Richtung Westen abbiegt - hinter Otjibamba. Der fertiggestellte Schlachtbetrieb wird voraussichtlich 540 kVA Strom beanspruchen, doch werde eine Berechnung auch die Versorgung des Anwesens einschließen. Ähnlich verhält es sich mit dem Wasser, wovon der Schlachthof allein 450 Kubikmeter verbrauchen soll. Diese Versorgung soll anfangs von der Stadt wahrgenommen werden, doch hat das Wasseramt NamWater bereits im Vorfeld nachhaltige Lösungen verlangt. Als Teil der Umweltverträglichkeitsuntersuchung wird QC die geplante Entsorgung der Abwasser (wofür Verdunstungsdämme vorgesehen sind) und Abfälle des Anwesens sowie des Schlachtbetriebs ins Auge fassen.

Der erste Schritt wird jetzt mit der Bekanntmachung und der Erstellung eines Hintergrund-Informationsblatts (BID) eingeleitet. Demnach bekommen alle Interessenträger bis zum 31. Oktober 2018 Zeit sich zu melden, bzw. erste Kommentare und Beschwerden vorzutragen. Erst danach wird die Umweltverträglichkeitsstudie ausgeführt und soll Im Dezember 2018 oder Januar 2019 vorgestellt werden.

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