28 Juni 2018 | Politik

EU besser bekannt, als angenommen

Landesweite Umfrage in Namibia bestätigt Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit

Windhoek (ste) • Im Auftrag des namibischen Büros der Europäischen Union (EU) hat Vision Africa unlängst eine Meinungsumfrage unter der namibischen Bevölkerung vorgenommen und sie zu ihrer Meinung über die EU befragt. Dabei wurde deutlich, dass sich die EU einer verhältnismäßig positiven Wahrnehmung erfreut. Insbesondere werden die Aktivitäten und Projekte der

EU als solche erkannt und wahrgenommen, obwohl nicht immer deutlich ist, welche Projekte alle der EU zugehören.

EU-Botschafterin Jana Hybášková zeigte sich über die Resultate erfreut, wollte aber nur das Endergebnis bekanntmachen, ohne detailliert auf die Fragen und die erlangten Einsichten einzugehen, da sie eine Fehlinterpretation befürchtet. Der Sinn der Studie des Meinungsforschungsunternehmens sei nicht der gewesen, Mängel oder Stärken im namibischen System festzustellen, sondern schlicht und einfach die Wahrnehmung und Meinung der Namibier über die Europäische Union auszuwerten. Zum Erstaunen der EU sei das Resultat eher gut ausgefallen.

Vision Africa hatte 20 vertiefte Gespräche mit diversen Geschäftsleuten, Politikern, Regierungsvertretern sowie Vertretern einiger Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Lehrern, Farmern und Personen aus der Medienlandschaft geführt und hatte außerdem 300 Interviews in den Regionen Erongo, Hardap, Kavango (Ost und West), Khomas, Kunene, Otjozondjupa und Sambesi vorgenommen. Dabei sei deutlich geworden, dass die absolute Mehrheit den Unterschied zwischen der EU und ihren Mitgliedsländern versteht und weiß, dass die Entwicklungsansätze und -Projekte nicht unbedingt miteinander gleichzusetzen seien.

Faktoren, wie die Entwicklungshilfe und Menschlichkeit seien aufgefallen und vor allem entstehe der Eindruck, dass beide, die SADC-Staatengemeinschaft sowie die Afrikanische Union (AU), dem politischen Vorbild der EU nachstrebten. Die EU sei allerdings manchmal sehr rigide, würde dafür aber in Sachen Klimaänderung, Beratung der Regierungsinstanzen, Regio­nalhilfe, Regierungsverantwortung, Verwaltung öffentlicher Gelder, die Norm- und Standardsetzung sowie verantwortungsvolles Projektmanagement Akzente setzen. Die EU sei wegen ihres Engagements bei der Entwicklung von Infrastruktur, Bildung und der Förderung der Landwirtschaft bekannt, doch fordern einige Teilnehmer der Studie, dass sich die EU zunehmend um die grundsätzlichen Fragen der ärmeren Bevölkerungsschicht kümmert und nicht automatisch den Staatsapparat als einzigen Verhandlungspartner akzeptiert.

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