19 Oktober 2021 | Landwirtschaft

Essenspenden zum Welternährungstag

Windhoek/Swakopmund (led/Nampa) - In Namibia haben rund 330 000 Menschen keinen gesicherten Zugang zu Nahrung. Des Weiteren haben rund 440 000 Menschen einen mäßig sicheren Zugang, während die Ernährung von rund 850 000 Menschen als sicher einzustufen ist. Das geht aus einem Bericht infolge der Dürre in den Jahren 2012 und 2013 hervor, den die stellvertretende namibische Landwirtschaftsministerin, Anna Shiweda, anlässlich des Welternährungstages in Utuseb im Wahlkreis Walvis Bay am vergangenen Samstag vorstellte.

„Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass wir unsere Ernährungssysteme für Ernährungssicherheit umgestalten und für eine bezahlbare gesunde Ernährung für alle sorgen müssen. Es ist allgemein bekannt, dass eine gesunde Ernährung vor Unterernährung in all ihren Formen schützt und nicht übertragbaren Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten, Schlaganfall und Krebs vorbeugt“, sagte Shiweda. Die Hauptfaktoren für Hunger und Unterernährung in Namibia seien die hohe Armutsrate, die Ungleichheit der Einkommensverteilung und die Rate von HIV sowie Aids. „In der Erongo-Region wie auch hier in Utuseb hatten wir mehr als sieben Jahre lang Dürre. Doch das sollte uns nicht davon abhalten, unsere eigenen Lebensmittel anzubauen“, so die stellvertretende Ministerin weiter.

Im Rahmen der Veranstaltung anlässlich des Welternährungstags in Utuseb wurden Essenspenden an bedürftige Haushalte in der Region übergeben.

Der Vertreter der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Namibia, Farayi Zimudzi, wies zudem darauf hin, dass etwa 14 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel verloren gehen, während 17 Prozent davon verschwendet werden. Dazu sei es aufgrund von Schädlingen und Krankheiten, Naturkatastrophen, Zerstörung von Lebensräumen und Konflikten immer schwerer, den wachsenden Nahrungsbedarf in der Welt zu decken.

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