26 April 2018 | Geschäft

Erste Fracht Lithium an China

30000 Tonnen des Alkalimetalls aus Karibib werden bald verschifft

Die ersten 30000 Tonnen Lithium-Erzkonzentrat der Firma Desert Lion Energy werden in Kürze den Walvis Bayer Hafen verlassen und nach China verschifft. Es handelt sich dabei um die bisher größte Einzelfracht des Erzkonzentrats, das den afrikanischen Kontinent verlassen wird, kündigte der Chef der Firma an.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Walvis Bay

Die Verladung des ersten Erzkonzentrats des Alkalimetalls auf den Stückgutfrachter „Atlantic Dream“ hat am Dienstagnachmittag dieser Woche begonnen. Diesen Meilenstein in der Geschichte der Minengesellschaft Desert Lion Energy, die das Alkalimetall etwa 30 km außerhalb Karibibs gewinnt, feierte die Firma gemeinsam mit hochrangigen Gästen aus der Erongo-Region auf dem Hafengelände.

Lithium kommt in Namibia in der Marmorformation in der Umgebung Karibibs vor. Zurzeit verarbeitet Desert Lion Energy erst die alten Minenhalden (Tailings) der ehemaligen Minen Helikon und Rubikon, die sich in dieser Gegend befinden und Lithium-reichhaltig sind. Allerdings will Desert Lion Energy eine Lithium-Mine entwickeln, die binnen weniger Jahre zu einer der größten Lithium-Bergwerke der Welt zählen soll. „Auf Dauer rechnen wir mit einem jährlichen Export von 280000 Tonnen Lithium-Erzkonzentrat“, so Tim Johnston, Geschäftsführer der Minengesellschaft.

Mit dem Ziel einen besseren Preis für den Rohstoff verlangen zu können, will die Firma in naher Zukunft eine große Lithiumkarbonat-Verarbeitungsanlage in Walvis Bay schaffen. „Das Produkt wird ein hohes Lithiumkarbonat-Konzentrat sein, das für die Herstellung von Batterien angewendet wird. Das kann potenziell hunderte Jobs schaffen“, meinte Johnston weiter.

Lithium ist ein Leichtmetall, bzw. chemisches Element mit dem Symbol Li und der Ordnungszahl 3. Es eignet sich gut für Lithium-Ionen-Akkumulatoren, also wieder-aufladbare Batterien. Wegen des weltweit steigenden Bedarfs an sogenannten Smartphones und seinem Sortiment elektronischer Geräte sowie elektrisch betriebener Fahrzeugen, blickt Desert Lion Energy zuversichtlich in die Zukunft.

Erongo-Gouverneur Cleophas Mutjavikua beschrieb den Anlass nicht nur als einen Meilenstein für die Firma sondern für die gesamte Region. „Die Schaffung von Jobs ist sehr gut, aber wir rufen die Firma auf, Gelder für soziale Projekte bereitzustellen, vor allem für die Gemeinschaft von Karibib“, forderte er. Karibibs Bürgermeister, Petrus Naboth, stimmte dem zu: „Wir freuen uns auf die wirtschaftliche Entwicklung.“

Die aktuelle Fracht wird nach China an das Unternehmen Jiangxi Jinhui Lithium geliefert. Laut einer schriftlichen Erklärung will Desert Lion Energy über die nächsten zwölf bis 18 Monate geschätzte 160000 Tonnen Lithium-Erzkonzentrat nach China verschicken. Die Firma rechnet dadurch mit Bruttoeinnahmen in Höhe von etwa 3,8 Millionen US-Dollar.

„Wir haben bis dato mehr als 150 Millionen Namibia Dollar in Namibia investiert und wollen die Lebensdauer der Mine auf länger als 20 Jahre strecken. Daraus wird deutlich, dass wir hier sind, um zu bleiben“, sagte Johnston weiter.

Neben Namibia wird zurzeit auf dem afrikanischen Kontinent nur noch in Simbabwe Lithium abgebaut und gewonnen. Weltweit befinden sich laut Johnston die größten Lithium-Reserven und somit die größten Bergwerke in Chile, China, Australien und Argentinien.

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