24 Mai 2021 | Tourismus

Erongo

Vulkan-Ruine auf dem Weg zur Küste

Das mächtige Erongo-Gebirge, ein Überbleibsel eines riesigen Vulkans, der vor ca 135 Millionen Jahren aktiv war, liegt zwischen den Orten Usakos, Karibib und Omaruru in der gleichnamigen Erongo-Region.

Von Nicole Grünert


Der Erongo gehört landschaftlich sicherlich zu den faszinierendsten Gegenden Namibias. Dies liegt vor allem an den spektakulären Verwitterungsformen, die besonders im Granitring des Gebirges auftreten. Am besten erhalten ist der Erongo-Granit im Südwesten (Ameib), als auch Nordwesten (Ai-Aiba und Omandumba) der großen Vulkan-Ruine.
Die wohl extremste Form der Granitverwitterung ist der sogenannte Kernsprung. Dabei entstehen Granit-Kugeln, die so aussehen, als wären sie wie durch einen Hammerschlag in zwei Teile zersprungen. Kernsprünge entstehen, wenn durch hohe Sonneneinstrahlung aufgeheizte Granit-Kugeln plötzlich durch heftige Regenfälle schlagartig abgekühlt werden. Die daraus resultierende, plötzliche Kontraktion des Kornverbandes, die unterschiedliche Spannungszustände im Gestein hervorruft, kann zur Folge haben, dass ein massiver Granit-Block in Senkundenschnelle auseinander springt.
Bei Bull’s Party auf Ameib scheint es, als wären unzählige Granit-Kugeln in der Landschaft verstreut worden. Diese unterschiedlich großen Gesteinsblöcke wurden durch Temperaturverwitterung zugerundet. Dabei heizt die Sonneneinstrahlung die Granitoberfläche stark auf, wobei dunkle Gesteinskomponenten mehr Wärme absorbieren und sich daher stärker ausdehnen als helle Mineralbestandteile. Durch den für aride Klimagebiete typischen, starken Temperatursturz in den Nachtstunden, kühlen die Mineralkörner wieder ab, was zu einem Zusammenziehen des Kornverbandes führt. Als Folge lösen sich einzelne Partikel aus der Gesteinsoberfläche. Durch diesen Vorgang verlieren die Granit-Blöcke nicht nur an Größe, sondern werden längs ihrer Kanten immer mehr zugerundet. Dadurch entstehen die für Granite typischen rundlichen Kugeln, welche als Wollsackbildungen bezeichnet werden und wie wirr verstreute riesige Bälle die Landschaft gestalten.
Auch der Wind kann einen starken Verwitterunseffekt ausüben und harte Granitfelsen in bizarre Skulpturen umgestalten. Starke Winde können eine beachtliche Menge Sand mit sich führen, die wenn sie auf Gestein treffen, wie ein Sandstrahlgebläse wirken. Eine spektakuläre Felssäule, die durch diesen Prozess der Korrision geformt wurde, ist auf Omandumba zu bestaunen.

Nicht nur die unterschiedlichsten Verwitterungsformen sind charakteristisch für den Erongo-Granit, auch alle bekannten Mineral-Fundstellen sind an diese Gesteinsart gebunden. Doch dazu mehr in einem weiteren Bericht.

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