22 Juli 2021 | Gesundheit

Erongo plant neue Krankenstation

Bei der Swakopmunder Stadthalle darf kein Patient behandelt werden

Obwohl Namibia den Gipfel der dritten Infektionswelle bereits erreicht hat, wird jetzt in Swakopmund eine neue Krankenstation für COVID-19-Patienten geplant. Indes darf bei der örtlichen Stadthalle, wo der Privatsektor mehrere Krankenbetten eingerichtet hat, niemand behandelt werden.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

Beim Staatskrankenhaus in Swakopmund soll eine vorgefertigte Krankenstation errichtet werden. Es wird als eine Übergangsstation bezeichnet, wo 40 Betten für COVID-19-Patienten zur Verfügung stehen. Das kündigte Erongo-Gouverneur Neville Andre diese Woche in Swakopmund an.

Dabei erklärte der Regionalpolitiker, dass eine ins Leben gerufene Arbeitsgruppe damit beschäftigt sei, die nötigen Untersuchungen rund um das Projekt abzuschließen. „Danach werden wir Kontakt mit dem Privatsektor aufnehmen, um Unterstützung zu bekommen“, sagte er. Ihm zufolge hat sein Büro in den vergangenen zwei Wochen mehrere Interessenträger aus dem öffentlichen und privaten Sektor dazu befragt. Das Ziel liege darin, den dringenden Bedarf an Sauerstoff sowie Betten abzudecken.

„Am Montag wurde ein Expertenteam zur Husab-Uranmine entsandt, um die dort stehende vorgefertigte Infrastruktur zu inspizieren“, sagte er. Nach dem Besuch erstelle das Team nun einen technischen Bericht. Er rechnet damit, dass das gesamte Verfahren bis zu acht Wochen andauern werde, wonach die neue Krankenstation in Betrieb genommen werden könne.

Indes hat die Vorsitzende des Erongo-Regionalrats, Ciske Howard-Smith, während des Gipfels der dritten Infektionswelle, als sämtliche Krankenhäuser überfüllt waren, eine eigene sogenannte COVID-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Privatsektor hat sie die Tamariskia-Stadthalle in Swakopmund binnen kürzester Zeit in eine Krankenstation umgewandelt. Dort stehen seit wenigen Wochen 15 Betten zur Verfügung.

Bis dato wurde dort aber weder eine Person eingeliefert, noch behandelt.

Dies begründete die regionale Gesundheitsdirektorin Anna Jonas jetzt damit, dass das Gesundheitsministerium die Einrichtung inspiziert und danach einen „Kommentar“ eingereicht habe. „Sobald unsere Kommentare angesprochen wurden, werden wir die Einrichtung erneut inspizieren, wonach ein Bericht an das Gesundheitsministerium geschickt wird. Sobald das Gesundheitsministerium die Einrichtung gutheißt, kann sie in Betrieb genommen werden“, sagte sie diese Woche.

Laut dem jüngsten COVID-19-Update (20. Juli) wurden 467 Neuinfektionen bestätigt, die niedrigste Ziffer seit mehreren Wochen. Im Gegensatz lag die Anzahl Todesopfer besorgniserregend hoch: 63. „Es wurde erneut eine alarmierend hohe Zahl von Todesfällen verzeichnet. Die Patienten sind entweder zu Hause oder bei der Ankunft in einer Gesundheitseinrichtung gestorben“, heißt es. Die Öffentlichkeit wird daher aufgerufen, die nächstgelegene Gesundheitseinrichtung zügig aufsuchen.

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