28 September 2018 | Natur & Umwelt

Erholung des Wildbestands

Umweltminister schreibt Hegegebieten maßgebliche Schutzrolle zu

Mehr als 22000 Elefanten und die größte freilebende Population Schwarzer Nashörner – Umweltminister Pohamba Shifeta nannte dies als einige Höhepunkte der Naturschutzerfolge in Namibia. Eine bedeutende Rolle spielen dabei die Hegegebiete.

Von Nina Cerezo, Windhoek

Umweltminister Pohamba Shifeta ist stolz auf das, was Namibia in den vergangenen Jahren im Hinblick auf Natur- und Tierschutz geleistet hat. Als Gastredner beim Treffen des US-amerikanischen Rates für Fisch- und Wildtierschutz am Mittwoch in Virginia, USA, betonte Shifeta die „starke Erholung“ des Wildbestands in den vergangenen zwei Jahrzehnten. So könne das Land nun einige beachtliche Erfolge verzeichnen, nachdem es zunächst in den 1970er und 1980er Jahren einen schweren Rückgang der meisten Säugetierpopulationen zu verzeichnen gehabt habe. Schuld hieran seien Lebensraumverlust und Wilderei gewesen, so Shifeta.

„Jetzt aber haben wir weltweit die größte Zahl freilebender Schwarzer Nashörner“, nannte der Minister und führte aus, dass dies auch für Geparden gelte. Weiter sei die Population der Elefanten von circa 7500 im Jahr 1995 auf aktuell über 22000 gewachsen und die Zahl der freilebenden Löwen sei im gleichen Zeitraum von circa 25 auf 150 gestiegen. Darüber hinaus sprach Shifeta von einem „gesunden Giraffen-, Leoparden- und Krokodilbestand“ sowie dies auch für Weiße Nashörner gelte.

Die Erfolge schreibt der Minister wesentlich auch den Hegegebieten zu, deren Einführung die „notwendigen politischen Rahmenbedingungen“ geschaffen habe, um „Natur- und Tierschutz mit ländlicher Entwicklung zu verknüpfen und den Gemeinschaften daraus ein direktes Einkommen“ zu ermöglichen. Durch diese Institutionen werde also bewusst den ländlichen Bewohnern Verantwortung für die nachhaltige Nutzung von Wildtieren übertragen.

Die ersten vier Hegegebiete wurden laut Shifeta im Jahr 1998 gegründet. Mittlerweile seien es insgesamt 86, die rund 20 Prozent der Fläche Namibias einnehmen würden. Rund 240000 Menschen würden in diesen Gebieten leben, was diese Initiative „zu einer der erfolgreichsten für die ländliche Entwicklung“ mache. Im Jahr 2016 hätten die Hegegebiete insgesamt einen Gewinn von über 111 Millionen N$ erwirtschaftet, wobei dieser vor allem durch Tourismus und Jagd entstanden sei. Im gleichen Jahr seien zudem 5100 Jobs geschaffen worden, so zum Beispiel als Wildtierwächter, Reiseleiter, Lodge-Mitarbeiter oder in Verwaltungs- und Managementpositionen.

Es sei eine lobenswerte Entscheidung, „ein Leben mit Wildtieren“ zu führen, so Shifeta. Und durch entsprechend nachhaltiges Management sei dies der Weg, die namibische Tierwelt und Natur für die künftigen Generationen zu erhalten, sagte der Minister abschließend.

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