26 November 2019 | Lokales

Erfolgreicher Dialog zum Völkermord

Gesprächskreis trifft Delegation der Ovaherero, Ovambanderu und Nama

Swakopmund (er) • Der Gesprächskreis Deutschsprachiger Namibier möchte die Diskussion vorantreiben und hat bereits ein erfolgreiches Treffen mit einer Delegation des Rats der Ovaherero/Ovambanderu und Nama zum Dialog des Völkermordes von 1904–1908 in Swakopmund abgehalten.

„Wir, die Nachkommen beider Seiten, erkennen die Vergangenheit an und sehen auch ein,

dass jene uns beide betrifft. Da wir etwas unternehmen möchten, werden wir uns aufrichtig bemühen, die Wunden der Vergangenheit mit den Mitteln zu heilen, die uns zur Verfügung stehen.“ Das berichtete Anton von Wietersheim, Schriftführer des Gesprächskreises, am Sonntag und gab dabei einen Überblick über das Treffen.

Demnach seien fünf Vertreter des Rats der Ovaherero/Ovambanderu und Nama einer Einladung des Gesprächskreises zum Dialog über den Völkermord von 1904–1908 (ONCD) Anfang November gefolgt. Die

Personen seien aus Okakarara, Gobabis, Vaalgras, Rietfontein und Berseba angereist und hätten sich mit sieben Mitgliedern des Gesprächskreises in dem Küstenort getroffen.

Das Ziel war es, den Umfang und die Möglichkeiten künftiger Engagements und weitere Zusammenarbeit zu diskutieren und den gemeinsamen Weg für eine kollektive Zukunft zu ebnen. „Beide Teams waren sichtlich erfreut, sich durch persönliche Kommunikation und Dialoge einbringen zu können, um ein gegenseitig besseres

Verständnis für die Anliegen und Bestrebungen zu erreichen“, heißt es. „Somit werden mögliche Unterschiede beseitigt und – was am wichtigsten ist – gemeinsame Interessen identifiziert.“ An erster Stelle stehe die kollektive Zukunft in der gemeinsamen Heimat Namibia.

Laut der Zusammenfassung des Schriftführers wurde bei der Gelegenheit betont, dass die Völkermordverhandlungen jenseits von Farbe und/oder politischer Assoziation stattfinden würden. „Es muss verstanden werden, dass für die Opfergemeinschaften die historische Vergangenheit nicht Vergangenheit ist – die Vergangenheit muss anerkannt werden und mit schrecklichen Ereignissen abgeschlossen werden“, heißt es weiter. Im Zusammenhang mit den Beziehungen zwischen den Nachfahren der damaligen Opfer und Täter sei festgestellt worden: „Wir sind eine Familie und wollen keine Rache.“ Dennoch müsse die „manchmal schreckliche gemeinsame Geschichte anerkannt und Verantwortung übernommen werden“. Ferner könne der Gesprächskreis behilflich sein, die Verhandlungen zu beschleunigen.

Laut von Wietersheim werden beide Gruppen weiterhin in Verbindung bleiben und den Dialog fortsetzen. Das ONCD will außerdem im Februar kommenden Jahres eine öffentliche Präsentation anbieten. Mehr Informationen dazu werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

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