29 November 2007 | Kommentar

Enger zusammenrücken

Das Angebot der Bundesrepublik Deutschland, Namibia schon 2008 beim weiteren Ausbau seiner Hochspannungsleitungen massiv (mit rund N$ 400 Mio.) zu unterstützen, ist ein großer Vertrauensbeweis. Nur solche Entwicklungs- oder Schwellenländer werden derart reichlich mit Unterstützung bedacht, wo der Gönner und Kreditgeber auch die Gewissheit hat, dass die Kapitalhilfe an der zweckbestimmten Stelle verwendet wird und die Vorzüge tatsächlich der Gesellschaft zugute kommen.

Die namibische Nation kann stolz darauf sein, dass sie während der 17 Jahre der Souveränität kreditwürdig geblieben ist und sie darüber hinaus zu der relativ kleinen Gruppe der Afrikastaaten zählt, die als förderungswürdig eingestuft sind, im Gegensatz zu denen, wo Gönner von vornherein abwinken, dass Hilfe nur aus humanitären Gründen im Katastrophenfall zur Linderung von Schäden geboten wird. Abgestuften, als hoffnungslos klassifizierten, Ländern wird keine Hilfe (mehr) geboten, weil Staatszerfall, Anarchie, Korruption und Diktatur derart verquickt sind, dass jegliche Hilfe sinnlos erscheint.

Wie schnell ein Staat aus der Kategorie "zurechnungsfähig" zu "hoffnungslos" absacken kann, zeigt Simbabwe täglich. Regierung und Zivilgesellschaft tragen die gemeinsame Verantwortung, die Gesellschaft glaubwürdig und funktionsfähig auszubauen.

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