22 April 2020 | Natur & Umwelt

Elefantenbulle ist „wohlauf“

Umweltministerium weist Kritik nach Umsiedlung des Tieres zurück

Swakopmunds Elefantenbulle hat sich in den ersten Tagen in seiner neuen Heimat auf dem Wildschutzreservat N/a'an ku sê gut eingelebt und ist wohlauf. Das teilte das Ministerium für Umwelt und Tourismus jetzt mit und bezeichnet die am Wochenende durchgeführte Umsiedlung als erfolgreich.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund/Windhoek

Nur zwei Tage hat der umgesiedelte Elefant in einem speziell gebauten Gebiet bekannt als Boma verbracht, dann wurde er in das 7500 Hektar große Naturreservat freigelassen. „Ihm geht es gut. Nachdem wir sichergestellt hatten, dass er gesund ist, wurde er am Montag in das größere Areal gebracht“, teilte das Umweltministerium schriftlich mit. Insgesamt habe die am Samstag durchgeführte Umsiedlung elf Stunden gedauert, und wird als Erfolg gewertet.

Dementsprechend weist das Umweltministerium jegliche Unterstellungen und Vorwürfe von sich. „Im Gegensatz zu den Kritikern sind wir der Meinung, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde angesichts der Zeit- und Ressourcenbeschränkungen, mit denen wir konfrontiert waren“, heißt es mit Verweis auf die Umsiedlung. Bei N/a'an ku sê gebe es für das Tier ausreichend Vegetation, Wasser, andere Elefanten und einen Veterinärdienst. „Das Ministerium ist optimistisch, dass der Elefant dort ein glückliches und friedliches neues Zuhause finden wird“, heißt es.

Auch Unterstellungen, dass der Umfang der Umsiedlung den Eindruck verleiht, als würden Wildtiere Vorrang gegenüber den Menschen genießen, zerstreuten die Behörden. „Wildtiere sind eine Ressource, deren Schutz sich die Regierung zur Pflicht gemacht hat, damit alle davon profitieren können“, heißt es dazu. Dank der vielfältigen Tierwelt generiere Namibia Einnahmen von Touristen und Reiseunternehmen, die Namibia erkunden und erleben möchten. Ferner schaffe der Tourismus mehrere Einkommensmöglichkeiten.

In der Erklärung gibt das Ministerium mehrere Gründe für die Ini­tiative bekannt, nachdem sich der Elefant seit gut zwei Monaten beim Rössmund-Golfplatz beziehungsweise dem gleichnamigen Stadtteil aufgehalten hatte. Demnach habe der Dickhäuter eine Gefahr für Menschen dargestellt, besonders weil sich öfters eine hohe Anzahl Personen im Swakop-Rivier aufhalte. Zudem habe das Tier den Golfplatz regelmäßig besucht und Schäden verursacht. „Darüber hinaus war die Vegetation im Rivier nicht für die Nahrungsbedürfnisse des Elefanten geeignet, was zu gesundheitlichen Bedenken führte“, heißt es in der Erklärung.

Gleiche Nachricht

 

Energie mit Biomasse erzeugen

vor 21 stunden | Natur & Umwelt

Die Stadt Hamburg geht der Möglichkeit nach, Kohle für die Energiegewinnung durch Biomasse aus Namibia zu ersetzten. Der Vorstandsvorsitzende der Namibian Biomass Industry Group, Progress...

Zehn Elefanten abgeschossen

vor 21 stunden | Natur & Umwelt

Swakopmund/Windhoek (er) - Zehn Elefanten, die laut den Behörden eine Gefahr für Menschenleben und Ackerbau dargestellt haben, wurden im vergangenen Monat in verschiedenen Regionen erlegt....

Die Natur bietet die Lösung

vor 6 tagen - 22 Mai 2020 | Natur & Umwelt

Von Erwin LeuschnerSwakopmund/Windhoek Menschen sind von einem gesunden Ökosystem völlig abhängig, da es alle Grundbedürfnisse erfüllt“, teilte das Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus mit....

Zum 20. Mai: Bienentag: Mehr Natur im Garten –...

1 woche her - 20 Mai 2020 | Natur & Umwelt

München (dpa) - Löwenzahn, Distel, Klee, ungemähte Wiese - ein gepflegter Garten sieht anders aus. Wo mancher Nachbar die Nase rümpft, kann für Insekten das...

Löwen verursachen weitere Viehverluste

1 woche her - 19 Mai 2020 | Natur & Umwelt

Windhoek (ms) – Der Mensch-Tier-Konflikt im Nordwesten des Landes dauert unvermindert an. In dem jüngsten Zwischenfall wurden in der Nacht auf Montag 33 Ziegen von...

Erfolgsgeschichte: Sechs Chamäleon-Babys schlüpfen in Gefangenschaft

vor 2 wochen - 14 Mai 2020 | Natur & Umwelt

Eine einmalige Geschichte: Im September 2019 wurden bei einer Nekropsie eines Namaqua-Chamäleons, das bereits einige Tage zuvor verendet war, unterentwickelte Eier gerettet - und rund...

Chamäleons trotzen dem Tod

vor 2 wochen - 14 Mai 2020 | Natur & Umwelt

Von Erwin Leuschner, Swakopmund Sie sind zwar winzig und noch ein wenig unsicher auf den Beinen, doch das Temperament eines erwachsenen Reptils: Sechs Namaqua-Chamäleons, die...

Kadaver gefunden

vor 2 wochen - 14 Mai 2020 | Natur & Umwelt

Windhoek/Rundu (Nampa/cev) – Die Behörden haben am Samstag den Kadaver eines Elefanten entdeckt, der am Mittwoch vergangener Woche auf einer Farm im Wahlkreis Ndonga Linena,...

US-Botschaft: Roden von geschützten Gewächsen war genehmigt

vor 2 wochen - 11 Mai 2020 | Natur & Umwelt

Windhoek (ste) - Auf der Facebook-Seite der Baumschule „Namib Trees“, die sich auf einheimische Bäume, Sträucher und Sukkulenten spezialisiert, wurde die amerikanische Botschaft von einigen...

Mensch-Wildtier-Konflikt bedroht Nahrungssicherheit

vor 3 wochen - 07 Mai 2020 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/sb) - Die Gouverneurin der Kavango-West-Region, Sirkka Ausiku, hat Sorge, dass der Mensch-Wildtier-Konflikt die Nahrungsversorgung der dortigen Gemeinden gefährden könnte. Elefanten zerstören laut Ausiku...