21 Oktober 2019 | Natur & Umwelt

Elefanten zur Konfliktlösung umsiedeln

Windhoek/Rundu (Nampa/cev) - Um folgenschwere Konflikte zwischen Menschen und Tieren zu vermeiden, schlagen Regionalpolitiker im Norden des Landes vor, Elefanten umzusiedeln. Diese Anregung entsprang einem Treffen, zu dem die Gouverneurin der Kavango-West-Region, Sirkka Ausiku, vergangene Woche eingeladen hatte. Vertreter des Umwelt- und des Landwirtschaftsministeriums sowie der Entwicklungsagentur NIDA (Namibia Industrial Development Agency) waren auch anwesend.

Anlass des Gesprächs war ein Anstieg der Elefantenpopulation, der laut der Gouverneurin zu immer mehr Mensch-Tier-Konflikten führt und so zunehmend die Lebensgrundlage der dort lebenden Gemeinden bedroht. „Die Landwirtschaft spielt in der Kavango-West-Region eine wesentliche Rolle und die meisten Menschen sind Subsistenzfarmer“, erklärt Ausiku. „Doch angesichts der steigenden Anzahl an Elefanten in der Region machen sich die Einwohner Sorgen, dass die Dickhäuter über ihre Hirsefelder hermachen, sobald die Anbausaison beginnt.“

Der Kavango-West-Gouverneurin zufolge wurde besprochen, ob die Behörden es veranlassen könnten, für die Dickhäuter ein neues Zuhause zu finden. Als eine Möglichkeit eines wurde der Etoscha-Nationalpark erwähnt, was aber noch nicht konkreter mit dem Umweltministerium besprochen worden sei. Eine andere Idee zum Schutz der Felder war, Gräben rund um die Anbauflächen auszuheben und so den Tieren den Zugang zu erschweren.

Nicht nur kommunale Farmer sind von der Problematik betroffen: Auch Tulilo Perreira, ein kommerzieller Landwirt, nahm an dem Treffen teil und schilderte seine Erfahrungen. Er betreibe für NIDA per Pachtvertrag das Musese-Bewässerungsprojekt, das unlängst einer Herde von Elefanten zum Opfer gefallen sei. Die grauen Riesen sollen einen „enormen Teil“ der Ernte zerstört haben.

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