10 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Elefant ist im Omaruru-Rivier

Dickhäuter wird nicht ins Erindi-Naturschutzgebiet gebracht

Die Zukunft und die Herkunft des jungen Elefantenbullen, der an Heiligabend bei Swakopmund gesichtet wurde und für Aufsehen gesorgt hatte, bleiben vorerst ungewiss. Der junge Dickhäuter wird aber nicht wie berichtet zum privaten Naturschutzgebiet Erindi umgesiedelt.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

„Es geht dem jungen Tier sehr gut“, sagte Romeo Muyunda, Pressesprecher des Umweltministeriums, gestern auf Nachfrage der AZ. Ihm zufolge hält sich der Dickhäuter zurzeit im Omaruru-Rivier auf der Farm Rietkuil etwa 50 Kilometer östlich von Henties Bay auf. „Wir sind erfreut, dass er gut frisst und viel Wasser trinkt“, ergänzte er.

Dennoch bleibt die Zukunft des Dickhäuters vorerst ungewiss. Aktuell würden Beamte des Umweltministeriums den Elefanten im Auge behalten. Das Ziel sei es allerdings, dem Tier einen Peilsender anzulegen, wonach seine Bewegungen aus der Ferne beobachtet werden könnten. „Wir hoffen, dass er sich der Wüstenelefanten-Herde anschließt, die sich im Ugab- und/oder Omaruru-Rivier aufhält“, sagte Muyunda, der versichert: „Wir werden allesmögliche versuchen, um einen Abschuss zu vermeiden.“

Noch zu Wochenbeginn hieß es, dass der Elefant zum privaten Naturschutzgebiet Erindi umgesiedelt werden soll. Das Einfangen sollte am gestrigen Donnerstag beginnen und heute abgeschlossen werden. „Dies war lediglich eine Erwägung. Dafür haben sich aber bestimmte Voraussetzungen nicht realisiert“, sagte Muyunda, ohne weitere Details zu nennen. Aus zuverlässiger Quelle hat die AZ erfahren, dass das Umweltministerium offenbar unrealistische Bedingungen gestellt habe, weshalb sich sämtliche Interessenträger distanziert hätten. Erindi-Teilhaber Paul Joubert war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Ein Erindi-Manager sagte auf Nachfrage lediglich: „Die Umsiedlung ist in der Warteschleife.“

Indes gab es gestern Gerüchte, wonach der Elefant in den Etoscha-Naturschutzpark umgesiedelt werden solle. „Das ist aber nicht möglich, weil wir nicht wissen, woher der Elefant stammt“, sagte Muyunda dazu. Nach seinen Angaben befürchtet das Ministerium, dass das Tier eine Krankheit haben könnte. „Aus Sicherheitsgründen haben wir uns dagegen entschieden“, sagte er.

Der junge Elefant hatte am 24. Dezember für großes Aufsehen gesorgt, nachdem er in unmittelbarer Nähe von Swakopmund gesichtet wurde (AZ berichtete). Seither war der Elefant in Begleitung von Personal des Umweltministeriums zunächst östlich in Richtung Arandis und nun weiter in das Omaruru-Rivier gelaufen.

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