06 September 2016 | Kommentar

Eine Patrone ist eine zu viel

Wer eine Patrone ohne Lizenz besitzt, macht sich ebenso strafbar, wie jemand, der Magazine voller Patronen und automatische Waffen illegal bei sich hat. Derjenige mit vielen Waffen und Patronen kann erheblichen Schaden anrichten, aber auch eine einzige Patrone in den Händen eines Unbefugten (Kind) oder z.B. in einem unvorhergesehenen Brand kann jemanden verletzen oder gar töten. Wer lizenzierte Waffen und Munition hat, muss einen gesetzlich vorgeschriebenen sicheren Aufbewahrungsort vorweisen, was meist nicht bei illegalem Besitz der Fall ist. Militärische Waffen, Munition und Sprengsätze brauchen besonders gut gesicherte Orte zur Aufbewahrung, die meist niemand hat, der sogenannte zivile Waffen und Munition besitzt. Automatische Waffen, Maschinengewehre und -pistolen sind nicht für den zivilen Gebrauch und sollten deshalb nicht in Privatbesitz sein. Viele ältere Namibier sind mit diesen Waffen vertraut, da sie vor der Unabhängigkeit während des Buschkrieges auf beiden Seiten eingesetzt wurden. Jetzt brauchen wir jedoch diese nicht als Souvenirs in unseren Schränken, denn sie sind potenzielle Gefahren und deshalb sollte jeder, der welche besitzt, das Amnestieangebot nutzen und sich von diesen Dingen trennen, im Sinne des Friedens und der Sicherheit für die Mitmenschen. Eine Patrone ist eine zu viel!

Kriegswaffen gehören entsprechend gesichert in ein Museum oder in die Hände von Militär und Polizei. Die Personen in Uniform müssen für jeden Bürger ein Vorbild in der Handhabung von Waffen und Munition sein. Bei Missbrauch müsste noch viel strenger aufgetreten werden, als wenn Zivilisten diese Waffen und Munition illegal besitzen.

Dirk Heinrich

Gleiche Nachricht

 

Das Zünglein an der Waage

vor 5 tagen - 06 November 2019 | Meinung & Kommentare

Die „Baby Boomers“ stammen aus den Jahren 1946 bis 1964, die Generation X wurde zwischen 1965 und 1980 geboren, die „Millenials“ (auch Generation Y) fallen...

Vom Regen in die Traufe

1 woche her - 31 Oktober 2019 | Meinung & Kommentare

„Behalte, was Du hast. Das Übel, das man kennt, ist das erträglichste.“ Das sagte der lateinische Komödiendichter Titus Maccius Plautus vor mehr als 2000 Jahren....

Ein sehr schwieriger Entschluss

1 woche her - 29 Oktober 2019 | Meinung & Kommentare

Im Oktober 2016 meinte der Sachverständige für Umweltstudien, Dr. Chris Brown: „Jeder hat eine Meinung zum Phosphatabbau und einer ist besser informiert als der Nächste....

Opfer der fehlenden Planung

vor 2 wochen - 23 Oktober 2019 | Meinung & Kommentare

In knapp einem Monat steht die Wahl der Nationalversammlung und des Präsidenten an. Dann sollen wir uns als Wähler entscheiden, wem wir die Zukunft unseres...

Wenn Versprechen ungehört verhallen

vor 2 wochen - 22 Oktober 2019 | Meinung & Kommentare

Demokratie kann man nicht essen. Dieser viel zitierte Leitsatz hat sich durch die ständige Wiederholung stark abgenutzt, gibt aber dennoch Auskunft darüber, warum Wahlen in...

Befremdliche Sorglosigkeit

vor 3 wochen - 21 Oktober 2019 | Meinung & Kommentare

Beinahe hätten die Kunden wieder unter den Geldsorgen der Air Namibia leiden müssen: Am Mittwoch hatte die südafrikanische Flughafengesellschaft (Airports Company of South Africa, ACSA)...

SWAPO-Gezeter à la Trump

vor 3 wochen - 17 Oktober 2019 | Meinung & Kommentare

„Ich war persönlich dabei und kann versichern, dass das Stadion weit überfüllt war (…). Wir mussten Teilnehmer sogar aufs Spielfeld lassen, weil nicht genügend Platz...

Uns blüht die Qual der Wahl

vor 3 wochen - 16 Oktober 2019 | Meinung & Kommentare

Anlässlich der Rede zur Lage der Nation, ließ Präsident Hage Geingob im April ein umfassendes Hochglanzmagazin mit dem Titel „Harambee Prosperity Plan - The Namibian...

Faires Maß gehört angelegt

vor 4 wochen - 14 Oktober 2019 | Meinung & Kommentare

Seit 2012 bemüht sich die Firma Namibian Marine Phosphate (NMP) darum, rechtmäßig und entsprechend einer zugestandenen Explorationslizenz, Phosphat im Meer abzubauen. Das Bergbauunternehmen wusste, dass...

Wenn Frauen zu Statisten werden

vor 1 monat - 10 Oktober 2019 | Meinung & Kommentare

Für die einen frauenfeindliche Fleischbeschau, für die anderen Traditionspflege und Gegenentwurf zu angeblich westlich geprägtem Kulturimperialismus: Wer wissen will, warum das Olufuko-Festival derart umstritten ist,...