17 Juli 2020 | Tourismus

Eine Frage der Unterhandlung

Öffnung der Grenzen für Besucher ist nicht ausgeschlossen

Windhoek (ste) • Laut einer unabhängigen, jedoch zuverlässigen Quelle, ist eine deutsche Fluggesellschaft mit sofortiger Wirkung imstande, mindestens 1000 interessierte Besucher pro Woche aus Deutschland nach Namibia zu bringen. Doch vorerst bleiben die ursprünglich vom 15. Juli bis zum 15. August eingeplanten Besucher aus. Anlässlich des Empfangs einer Spende in Höhe von 13 Millionen Euro seitens Deutschlands an das namibische Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus (AZ berichtete), hatte Umweltminister Pohamba Shifeta am Mittwoch zugegeben, dass sich die Umsetzung dieser Idee schwer gestalte.

Vor allem im Kontext der Hegegebiete räumte er die Möglichkeit ein, dass „in den kommenden drei Monaten keine Touristen ins Land kommen werden“ und diese Situation vielleicht bis zum Ende des Jahres anhalten könne. Doch landesweit obliege die Entscheidung letztendlich dem Gesundheitsministerium. Auf Nachfrage der AZ schloss er nicht prinzipiell die Öffnung der Grenzen aus, sondern verwies lediglich auf die Herausforderungen, die eine sofortige Öffnung verhindern würden: „Natürlich würden wir gern bereits morgen die Grenze öffnen, doch muss dies ein überlegter Schritt sein. Darum visieren wir momentan erst einmal nur den größten Zubringermarkt an: Deutschland. Wir haben viele Gemeinsamkeiten, nicht zuletzt die ähnlichen COVID-19-Statistiken, und das erlaubt uns, diese Thematik gemeinsam anzugehen und hoffentlich eine Art zu finden, wie die Luftbrücken nach Namibia aussehen könnten.“

Es müssten alternative und gemeinsame Lösungen gefunden werden, doch würden Entwicklungen wie die an der Küste (Erongo-Region) solche Entschlüsse unweigerlich beeinflussen. Ellen Gölz, Chargé d'Affaires der Deutschen Botschaft, kam bei der Beantwortung der Frage zwar nicht zu Wort, nickte jedoch zustimmend. Dies ähnelte einer Aussage der EU-Vertreterin in Namibia, Sinikka Antila, die am Vortag darauf hingewiesen hatte, dass die EU-Reisebestimmungen alle zwei Wochen neubetrachten würden.

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